Die Flugbranche genießt in Sachen Klimaschutz nicht gerade den besten Ruf. Viele Menschen dürften bei Flugzeugen zukünftig nicht mehr an den Traum vom Fliegen denken, sondern angesichts der CO2-Emissionen eher die Stirn runzeln. Einige Unternehmen in der Branche haben diese Gefahr bereits erkannt und arbeiten an einer Reduzierung der Klimabelastung. Dazu gehört unter anderem der Hamburger Flughafen. Die Manager dort verfolgen das Thema bereits seit einigen Jahren und konnten schon vor der nun einsetzenden Debatte auf erhebliche Erfolge verweisen. So sind die CO2-Emissionen seit dem Jahr 2009 von 40.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr auf nur noch 15.000 Tonnen gefallen. Ab dem Jahr 2022 will der Flughafen dann vollständig klimaneutral operieren.


Bild: Hecki [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)]

Der Fuhrpark besticht durch eine Vielzahl von Antrieben

Möglich wurde die Reduktion vor allem durch Investitionen in neue Technologien. So fahren die Fahrzeuge auf dem Gelände des Flughafens inzwischen nur noch in Ausnahmefällen mit einem Diesel-Motor. Stattdessen werden oftmals Erdgas-Autos, Elektrofahrzeuge oder Wasserstoffantriebe genutzt. Für die Versorgung mit Strom und Wärme betreibt der Flughafen ein eigenes Blockheizkraftwerk, das mit Erdgas befeuert wird. Der darüber hinausgehende Bedarf wird als Ökostrom und Biogas zugekauft. Sämtliche Emissionen lassen sich aber nicht einsparen. So müssen die Fahrzeuge der Feuerwehr auch weiterhin einen klassischen Verbrennungsmotor besitzen. Auch Dienstreisen der Angestellten lassen sich nicht immer vermeiden. Im Gegenzug kauft der Flughafen allerdings Ausgleichszertifikate, um die Emissionen an anderer Stelle einzusparen.

An klimaneutralem Kerosin wird aktuell noch gearbeitet

Konkret werden so vor allem Aufforstungsprojekte unterstützt. Teilweise muss das Unternehmen diesen Umweg aber auch gar nicht gehen. Denn dem Flughafenbetreiber gehören auch rund 700 Hektar unbebautes Land. Dort wurden in den letzten Jahren 18.000 Bäume gepflanzt, um die Emissionen der notwendigen Dienstreisen auszugleichen. Trotz all dieser Bemühungen bleibt aber natürlich ein Problem: Die höchste Klimabelastung entsteht nicht durch den Betrieb des Flughafens, sondern durch die dort landenden Flugzeuge. Auch hier ist alber zumindest ein wenig Besserung in Sicht. So wird in Hamburg an klimaneutralem Kerosin auf der Basis von Wasserstoff gearbeitet. Ab dem Jahr 2025 könnte dies dem klassischen Flugzeug-Kerosin beigemischt und an die vor Ort auftankenden Airlines verkauft werden.


Via: Welt

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