Die Höhle der Löwen hat sich zu einem wirklich interessanten TV-Format gemausert. Das Vorbild „Shark-Tann“ funktioniert folglich auch hierzulande ziemlich gut. Mehr als drei Millionen Menschen haben in der letzten Woche vor den TV-Geräten zusammen mit den Gründern mitgefiebert und die Pitches verfolgt. Heute geht es in die nächste Runde. Judith Williams, Frank Thelen, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel und Jochen Schweizer bewerten heute die Präsentationen von frooggies, WeCharge, Mach dich bunt, My Beauty Light, Vocier und Lizza.


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Die Höhle der Löwen auf Vox mit stets steigenden Zuschauerzahlen

Warum ist die Höhle der Löwen auf Vox so begehrt? Ganz einfach, weil die Show fesselt und echte Emotionen transportiert. Die Zuschauer fiebern mit, drücken die Daumen und werden somit direkt von der Couch aus abgeholt. Insgesamt ist das Format spannend und bietet einen guten Einblick in die Startup-Szene. Pitches, wie diese heute Abend gezeigt werden, laufen zu tausenden jährlich ab. Natürlich nicht in diesem Format, aber die Vorgehensweise ist ähnlich. Mit drei Millionen Zuschauern, erobert Vox regelmäßig dienstags die Quoten-Krone. Die genannten Shops zählen teilweise 100.000 Websitenaufrufe und mehr. Oftmals brechen auch die Server zusammen. Das Interesse also ist groß. Heute Abend wagen sich wieder sechs Unternehmen in die Höhle der Löwen und hoffen auf wertvolle Investments. Knapp drei Minuten haben die Startups Zeit, um von ihren Ideen oder Produkten zu überzeugen. Anschließend beginnt dann eine Q&A-Runde. Wir wollen die einzelnen Teilnehmer nun noch einmal kurz vorstellen.


WeCharge

Andreas Fesl hat mit WeCharge ein Peer-to-Peer-Netzwerk für das bequeme Laden von Elektrofahrzeugen geschaffen. Die Idee und Technologie ist recht einfach gehalten. Dank WeCharge können Shops, Tankstellen und auch Privatanbieter zur Stromquelle für Elektroroller, E-Fahrräder und Autos gemacht werden. Der Nutzer kann die Zahlung für die Ladeeinheit und den Ladestand bequem über die App verwalten. Anbieter der Stationen bekommen diese teilweise sogar kostenlos oder profitieren von den neu gewonnenen Kunden, die während des Ladens der Akkus beispielsweise einen kleinen Snack beim Anbieter konsumieren. Es kann also jeder mitmachen und zur Stromtankstelle avancieren. Um das Business überhaupt Marktauglich gestalten zu können, benötigt Andreas Fesl viel Geld. Er bietet daher den Löwen 30 Prozent Unternehmensanteile für stolze drei Millionen Euro. Das könnte der größte Deal in der bisherigen Geschichte von „Die Höhle der Löwen“ werden.

Mach dich bunt

Die Holi-Festivals dürften vielen Lesern ein Begriff sein. Es handelt sich hierbei um Open-Airs, deren Schwerpunkt auf elektronischer Tanzmusik liegt. Zu regelmäßigen Countdowns wird es dann bunt. Schließlich bekommt jeder Teilnehmer im Vorab eine Tüte mit buntem Farbmehl in die Hand gedrückt. Dieses kann dann nach Belieben durch die Luft gejagt werden. In der Höhle der Löwen wird es heute auch bunt. Alexander Gomer ist der erste Hersteller in Europa, der die Holi-Farben offiziell verkauft und somit auch theoretisch in das heimische Wohnzimmer bringen kann. Das Holi-Pulver des 27 jährigen Geschäftsmanns ist vegan und umweltfreundlich. Für die Herstellung des Mach dich bunt Pulvers wird nur auf Produkte regionaler Produzenten zurückgegriffen. Neben den Holi-Farben vertreibt Alexander Gomer jedoch auch mit dem biologisch abbaubaren, farbenfrohen „Kornfetti“ eine praktische Alternative an. Hauptsächlich besteht das Kornfetti aus mit Lebensmittelfarbe eingefärbter Maisstärke. 100.000 Euro benötigt Gomer, um das Business weiter ausbauen zu können. Dafür winken den Löwen zehn Prozent Unternehmensanteile.

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Lizza

Viele Menschen lieben Pizza und gönnen sich mindestens einmal im Monat eine prall belegte Teigscheibe. Am besten frisch aus dem Steinofen. Nach dem Genuss folgt dann jedoch oftmals das schlechte Gewissen. Marc Schlegel und Matthias Kramer haben daher einen gesunden Superfood-Pizzateig entwickelt. Lizza besteht aus Lein- und Chiasamen und ist vegan, glutenfrei und kalorienarm sowie Kohlenhydrate-reduziert. Die beiden Unternehmer sind der Meinung hier eine Marktlücke gefunden und nun befüllt zu haben. Bisher flossen schon über 100.000 Euro in das Geschäft. Weitere 150.000 Euro erhoffen sich Marc Schlegel und Matthias Kramer durch ein Investment aus der Höhle der Löwen. Dafür soll eine Beteiligung von 10 Prozent winken.

Frooggies

Fooggies verspricht frische Früchte ohne Zusatzstoffe und ohne zusätzlichen Zucker als eine Art Instant-Pulver. Dank der schonenden Herstellung bleiben Geschmack, Vitamine und auch die Farben der Früchte erhalten. Drei Unternehmer aus Liechtenstein haben frooggies entwickelt und verkaufen das Fruchtpulver bereits in der Heimat und in der Schweiz. In Deutschland soll ebenfalls eine Produktionsstätte entstehen und dafür wird frisches Kapital benötigt. Die frooggies Gründer benötigen 40.000 Euro und sind gewillt dafür 10 Prozent vom Familienunternehmen abzugeben.

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VOCIER

VOCIER ist ein neues Gepäcklable, das verknitterten Sakkos und Hemdkragen den Kampf ansagen möchte. Die beiden Gründer Michael Kogelnik und Vincent Wuttke setzen dabei auf innovative Materialen, die den Transport der Kleidung knitterfrei gestalten und mit einem zeitlos, eleganten Design überzeugen. Neben der Funktionalität, sollen die Taschen und Koffer jedoch jedem kurzweiligen Modetrend trotzen und immer schick sein. Hohe Ansprüche, die die beiden Gründer an ihrem Lable haben. Im Video sieht man jedoch sehr gut, dass die bereits kreierten Produkte den Ansprüchen entsprechen. Die Koffer sind praktisch, ermöglichen einen knitterfreien Transport von Hemd, Sakko, Schuhen und Co und sehen zudem gut aus. Um das Geschäft weiter ausbauen zu können, benötigt VOICER 250.000 Euro. Ob das Lable ein Investment Case ist, wird sich heute Abend zeigen.

My Beauty Light

Schmink-Fehler können für die einen recht amüsant, für die anderen hingegen eine unangenehme Geschichte werden. Meist entstehen diese durch mangelhafte Lichtquellen. Falsche Beleuchtung kann schnell dazu führen, dass zu viel Rouge aufgetragen wird. Auch künstliches Licht im Bad kann die Ergebnisse verzerren. Sieht im Badspiegel noch alles perfekt aus, kann das bei Tageslicht schonwieder ganz anders sein. Susi Armonies aus Kassel hat mit dem „My Beauty Light“ Leuchten aus LED-Licht kreiert, die für schattenfreie und optimale Lichtverhältnisse sorgen. Dank praktischer Saugnapfhalterungen, werden die Lichter einfach am Spiegel befestigt und sorgen dann für eine frontale, gleichmäßige Ausleuchtung. Die Farben werden dabei nahezu unverfälscht, wie bei Tageslicht, wiedergegeben. Die Tageslicht-Simulation funktioniert recht gut. My Beauty Light eignet sich für den Privatgebrauch genauso gut wie für professionelle Make-up-Artisten und Stylisten. Seit 2015 können die Tageslichtlampen bereits über den Onlineshop der Gründerin erworben werden. Durch den Auftritt in der Höhle der Löwen erhofft sich Susi Armonies 80.000 Euro für 15 Prozent Unternehmensanteile.

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Wir sind gespannt, wie viele Investments heute zustande kommen und am Ende auch wirklich klappen. Nach der Sendung werden die Zahlen nochmal überprüft. Bei Ungereimtheiten kann ein Löwe jeder Zeit wieder abspringen. Andersherum bekommen aber auch die Startups nach der Sendung oftmals lukrative Anfragen von anderen Investoren, die durch den TV-Auftritt aufmerksam geworden sind. Ab und zu springen dann auch die Unternehmer ab. Das Verhältnis soll sich dabei ausgleichen.

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