Unglaublich aber wahr: Noch im Jahr 2015 verbrauchte statistisch gesehen jeder einzelne Deutsche 68 Plastiktüten im Jahr! Damit sind die dickwandigen Tüten gemeint, in die wir beim Einkauf zum Beispiel unsere neue Kleidung packen. 2018 waren es zum Glück »nur noch« 24 Stück jährlich – immer noch eine hohe Zahl, und doch ein großer Schritt nach vorn.


Plastiktüten
Einweg-Plastiktüten sind weltweit ein Problem.

Plastiktüten werden zu gefährlichem Mikroplastik

Angefangen hat alles, als die EU beschloss, dass ihre Bürger noch höchstens 40 Plastiktüten pro Kopf und Jahr verbrauchen sollten. Als Reaktion darauf führte Deutschland eine Bezahlpflicht für die Tüte ein – und siehe da, die Menschen lernten, zu verzichten. Die Verbrauchskurve sank langsam aber stetig und könnte 2019 einen neuen Tiefpunkt erreichen, allerdings liegen hierfür noch keine Werte vor. Plastiktüten gelangen immer wieder in den Ökokreislauf, zersetzen sich dort nur sehr, sehr langsam und bilden zum Schluss winzige Mikroplastikteilchen. Was genau diese Teilchen ausrichten, wenn Tiere, Pflanzen und Menschen sie in sich aufnehmen, ist noch nicht genau erforscht. Gutes wird dabei aber bestimmt nicht herauskommen! Darum ist es absolut wichtig, dass wir von unserem Plastiktütenverbrauch endlich runterkommen.

Leider steigt der Verbrauch an dünnen Tütchen

Der genannte Erfolg hat allerdings einen Haken: Die Deutschen verbrauchen aktuell deutlich mehr dünnwandige Tütchen, wie sie häufig in Obst- und Gemüseabteilungen zur Anwendung gelangen. Eine nicht unerhebliche Zahl von Kunden greift offensichtlich ersatzweise zu dieser fragwürdigen Alternative und liegt damit voll daneben. Da für die Herstellung von Papiertüten ein signifikanter höherer Rohstoff- und Energieverbrauch anfällt, ist an dieser Stelle ebenfalls keine adäquate Ausweichmöglichkeit gegeben. Besser wäre es, die Menschen brächten ihre eigenen wiederverwendbaren Verpackungen zum Einkauf mit. Vielleicht klappt das, wenn auch die dünnen Tütchen nicht mehr gratis sind.


Quelle: quarks.de

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