Der New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio will seine Stadt mit einem „Green New Deal“ modernisieren. Insgesamt stehen dafür rund 14 Milliarden Dollar zur Verfügung. Doch alleine mit Geld ist es nicht getan. Vielmehr plant die Stadtverwaltung auch eine Vielzahl an neuen Vorschriften. Die vielleicht auffälligste Veränderung: Neue Vorschriften für die Energieeffizienz von Gebäuden. Diese wiederum haben zur Folge, dass die heute die Skyline prägenden Wolkenkratzer mit Glasfassade wohl keine Zukunft haben. Denn durch die riesigen Fenster entweicht schlicht zu viel Energie. Neue Hochhäuser in diesem Stil werden daher nur noch genehmigt, wenn die Bauherren an anderer Stelle massive Einsparungen erzielen können. Dies wäre aber mit hohen Kosten verbunden.


Bild: Marco Almbauer [Public domain]

Die Gebäude sind noch klimaschädlicher als der Verkehr

Die neuen Vorschriften gelten zudem nicht nur für Neubauprojekte, sondern auch für bereits existierende Gebäude mit einer Fläche von mehr als 2.250 Quadratmetern. Davon sind in der gesamten Stadt rund 50.000 Häuser betroffen. Viele davon müssen nun saniert werden, um die Energieeffizienz zu erhöhen. Andernfalls drohen den Eigentümern empfindliche Strafen. Bürgermeister de Blasio bestreitet nicht, dass sich das Antlitz der Stadt durch die neuen Vorschriften verändern könnte. Seiner Meinung nach könne es aber nicht sein, dass Unternehmen sich bauliche Denkmäler errichten, die dann der Welt und dem Klima schaden. Tatsächlich sind die Gebäude in New York aktuell die größten Produzenten von Treibhausgasen in der Stadt – noch vor dem Straßenverkehr.

Mülltrennung und City-Maut stehen ebenfalls auf der Agenda

Ziel des „Green New Deal“ ist es, die Emissionen der Metropole bis zum Jahr 2050 vollständig zu eliminieren. Kleinere Fenster an den Fassaden der Hochhäuser reichen dafür allerdings alleine nicht aus. Das Programm sieht daher noch eine Vielzahl weiterer Maßnahmen vor. So sollen zukünftig alle städtischen Einrichtungen mit Erneuerbaren Energien versorgt werden. Sichergestellt wird dies durch Wasserkraft aus Kanada. Außerdem ist eine Pflicht zur Mülltrennung und die Einführung einer Maut in der Innenstadt geplant. Auch Plastik und verarbeitete Fleischprodukte werden aus den städtischen Einrichtungen weitgehend verschwinden. Das Programm soll aber nicht nur Umwelt und Klima schonen, sondern besitzt auch einen sozialen Aspekt. Die Stadtverwaltung schätzt, dass durch die Investitionen tausende neue Arbeitsplätze entstehen werden.


Via: NY1

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