2015 einigten sich die Regierungen von 195 Staaten beim Klimagipfel von Paris darauf, die Erderwärmung auf maximal zwei Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Wenn möglich, sollte die Erwärmung schon bei 1,5 Grad gestoppt werden. Ein nobles Ziel, allerdings wurde bis dahin nicht besonders viel getan, um dieses Ziel zu erreichen. Der Weltklimarat IPCC fand nun in seinem neuen Bericht deutliche Worte. Schon eine Erderwärmung im die auf dem Pariser Gipfel vereinbarten zwei Grad könnte dramatische Folgen haben.


Foto: Dry!, TheZionView View, Flickr, CC BY-SA 2.0

Ein halbes Grad mehr macht viel aus

Im aktuellen Bericht des Intergovernmental Panel on Climate Chance (IPCC) warnen 91 Autoren aus 40 Ländern vor den Folgen der Erderwärmung. Bereits eine zusätzliche Erwärmung um ein halbes Grad bezogen auf das optionale 1,5-Grad -Ziel könnten zu einer dramatischen Zunahme von extremen Wettersituationen wie etwa Dürre und Starkregen sowie einen deutlichen Anstieg des Meeresspiegel führen.

Die menschliche Aktivität hat bereits zu rund einem Grad Erwärmung gegenüber den präindustriellen Werten geführt. er Wert von 1,5 Grad wird zwischen 2030 und 2051 erreicht sein, wenn der aktuelle Trend so weitergeht„, heißt es in dem Bericht. Aktuell verzeichnen wir einen Anstieg der globalen Temperaturen um etwa 0,2 Grad pro Jahrzehnt. Wenn es so weitergeht, steuern wir auf eine Erwärmung von drei bis vier Grad zu.


Die Folgen der Erderwärmung (im Moment liegen wir bei etwa einem Grad Erwärmung im Vergleich zur vorindustriellen Zeit) sind bereits heute zu spüren. extreme Wetterphänomen nehmen zu, und auch der Meeresspiegel ist deutlich gestiegen.

Die Forscher zeigen in dem Bericht den Unterschied zwischen 1,5 Grad und zwei Grad Erwärmung auf. Bei einer Erwärmung um zwei Grad würde der Meeresspiegel um 10 Zentimeter mehr ansteigen als bei 1,5 Grad. Das klingt nicht nach viel, kann aber für kleinere Inselstaaten eine Katastrophe bedeuten würde. Außerdem rechnen die Forscher mit deutlich höheren Extremtemperaturen sowie einem erhöhten Risiko für Ereignisse wie Dürre und Starkregen. Weltweit wären zudem doppelt so viele Menschen von Wassermangel und Wasserknappheit betroffen.

Wir haben keine Zeit mehr

Wir dürfen beim Klimaschutz keine Zeit mehr verlieren. Das ist die Kernbotschaft des Berichts. Die nächsten Jahre sind entscheidend, damit unser Planet nicht aus dem Gleichgewicht gerät„, so Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) anlässlich der Veröffentlichung des Berichts.

Dem Bericht zufolge wären allerdings allein im Energie-Sektor weltweit Investitionen von etwa 2,1 Billionen Euro nötig, um das nötige Umsteuern zu realisieren. Es wäre ein globales Umdenken nötig, um überhaupt noch eine Chance zu haben, die Ziele des Klimaabkommens von Paris einzuhalten. „ Zwar ist die Begrenzung auf 1,5 Grad innerhalb der Gesetze der Chemie und Physik möglich, aber das zu schaffen, wird beispiellose Veränderungen erfordern„, so Jim Skea von der für Maßnahmen zuständigen IPCC-Arbeitsgruppe III.

Umfassende Maßnahmen sind erforderlich

Die Forscher fordern in dem Bericht, dass die anthropogenen Treibhausgas-Emissionen bis 2030 um 45 Prozent gegenüber den Werten von 2010 gesenkt werden müssen. Das ist nur möglich, wenn nicht nur der CO2-Ausstoß gesenkt wird, sondern auch bereits in der Atmosphäre befindliches CO2 aus dieser entfernt wird.

Besonders im Energiesektor sind erhebliche Umbauten nötig – unter anderem ein Ausstieg aus der Kohleenergie sowie die Stärkung der erneuerbaren Energien. Auch der Transportsektor müsse sich auf emissionsfreie Technologien konzentrieren.

Angesichts der fehlenden Veränderungen und Maßnahmen aus den letzten drei Jahren gibt es in jedem Fall Anlass für Pessimismus. Wenn etwas passieren soll, muss jetzt gehandelt werden.

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1 Kommentar

  1. L.Bagusch

    8. Oktober 2018 at 19:12

    Und ewig blubbern die Experten-Marionetten !
    Geologie scheint für diese >ExpertenExperten< mit der Ausrede das wir Menschen das beschleunigen, was für ein Blödsinn, das haben wir schon seit über 20 Jahren zuhöhren bekommen.
    Es dürften Heutzutage z.B. keine Malediven mehr geben, aber die sind noch da, genauso wie anderen Inseln !!!
    Und wenn es um das Klima geht, warum denken die nur am Abzocken ?
    Warum wird es nicht verboten das die Regenwälder abgeholzt werden weil die verblödeten Kunden Teak-Holz haben wollen ?
    Regenwälder sind WICHTIG für das Klima, aber es werden jedes Jahr sehr große Flächen abgeholzt und Greenpeace und Konsorten sind da mächtig Ruhig und tun somit gar nichts dagegen.
    Aber wenn es ums Abzocken geht, dann sind sich alle Spinner einig !

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