Die AIDAnova ist das erste Kreuzfahrtschiff der Welt, das mit flüssigem Erdgas betrieben wird. Damit reduziert sich der Ausstoß an Schadstoffen erheblich. Ruß finde sich gar nicht mehr im Abgas. Kohlendioxid mindert sich um 20, Stickoxide um 90 und Schwefelverbindungen um 95 Prozent. Die meisten anderen Schiffe dieser Art fahren noch mit Schweröl, das nach Umweltkriterien eigentlich als Sondermüll entsorgt werden muss. Immerhin darf stark schwefelhaltiger Treibstoff nicht mehr verwendet werden. Und in bestimmten Regionen wie Nord- und Ostsee, Ärmelkanal und den Küstengewässern der USA darf nur noch Diesel verfeuert werden. Damit reduzieren sich die Abgase in Küstennähe.


Spektakuläre Tauf-Show

Das jüngste Schiff der Reederei Aida Cruises aus Rostock ist jetzt in der Meyers Werft in Papenburg getauft worden. Das Ereignis wurde mit einer spektakulären Show gefeiert. 20 mehrfarbige Laser-Projektoren, über 300 Stroboskope sowie mehr als 100 Scheinwerfer und Spotlights ließen das Schiff erstrahlen. Wasser-Akrobaten stiegen mit ihren leuchtenden Flyboards in 20 Meter Höhe auf, glitten über die Wasseroberfläche und warfen mit erstaunlichen Stunts Fontänen in die Luft.


Erste Kurzreisen im November

Nächste Station des Schiffs ist Eemshaven in den Niederlanden. Dort wird die Inneneinrichtung fertiggestellt. Im November startet die AIDAnova zu vier Kurzreisen. Im Winter wird sie vor den Kanaren kreuzen. Bis 2023 werden in Papenburg zwei weitere Kreuzfahrtschiffe gebaut, die mit flüssigem Erdgas betrieben werden. Während der Liegezeit in einigen Häfen, etwa in Hamburg, emittieren die neuen Kreuzfahrtschiffe überhaupt keine Schadstoffe mehr. Sie beziehen dort den benötigten Strom aus gewaltigen Schiffssteckdosen, die am Ufer stehen.

Die noch mit herkömmlichem Treibstoff fahrenden Aid-Schiffe werden bis 2020 mit Abgasreinigungsanlagen ausgestattet, die die Emission von Ruß, Schwefel und Stickoxide deutlich reduzieren. Auch damit hat Aida eine Vorreiterrolle.

Auch die MS Ostfriesland tankt LNG

Einige wenige Schiffe sind bereits mit LNG-Antrieben (LNG= Liquefied Natural Gas/Erdgas ausgestattet, etwa die MS Ostfriedland. Sie wurde 2015 umgerüstet. Sie pendelt zwischen Emden und der ostfriesischen Insel Borkum. Die „Vindskip“ der Firma Lade AS in Ålesund soll noch eins draufsetzen. Der Frachter wird auf Grund seiner Bauform teilweise vom Wind vorwärtsgetrieben. Den Rest besorgen Motoren, die LNG verbrauchen. Das Konzept ist allerdings noch nicht realisiert worden.

via Aida

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