Wir haben es bereits vor einigen Tagen angekündigt: Die Consumer Electronics Show in Las Vegas wird traditionell genutzt, um die neuesten und größten Fernseher zu präsentieren. So auch in diesem Jahr. Besonders viel Aufmerksamkeit konnte diesmal der koreanische Hersteller LG verzeichnen. Einer der Gründe: Den Ingenieuren des Konzerns ist es gelungen, einen aufrollbaren Fernseher zu konstruieren. Im Betrieb sieht das Gerät aus wie ein ganz gewöhnlicher 65-Zoll Fernseher. Das besondere Feature setzt aber ein, sobald die Aus-Taste gedrückt wird. Dann verschwindet der Bildschirm komplett in dem darunter liegenden Kasten aus Holz. Der Clou: Der Bildschirm wird nicht einfach nach unten gefahren, sondern platzsparend aufgerollt.


Bild: LG

Der Preis liegt im Premiumbereich

Auf diese Weise ergeben sich bei der Raumgestaltung ganz neue Möglichkeiten. Denn es muss keine Rücksicht mehr genommen werden auf den oftmals an zentraler Stelle platzierten Fernseher. Dieser taucht nur noch auf, wenn er auch tatsächlich benötigt wird. Bisher handelt es sich bei dem von LG vorgestellten Produkt aber noch um einen Prototypen. Es ist daher auch noch unklar, wie viel das Gerät letztlich kosten wird. Das Unternehmen selbst siedelte die Neuentwicklung allerdings im Premiumbereich an. Wirklich preiswert dürfte die Technologie für den Endkunden also nicht werden. Dennoch handelt es sich um ein interessantes Beispiel dafür, wie die neue Technik der rollbaren Displays und Bildschirme auch im Bereich der Fernseher sinnvoll genutzt werden kann. Der Verkaufsstart eines marktreifen Produkts wird noch in diesem Jahr erfolgen.

Der Fernseher kann 50.000 Mal ein- und ausgerollt werden

Den Angaben des Unternehmens zufolge verkraftet der Fernseher rund 50.000 Rollvorgänge ohne größere Probleme. Dies wäre wohl für die meisten Nutzer mehr als ausreichend: Wird das Gerät zweimal täglich genutzt, kommt man erst nach mehr als 68 Jahren auf die genannte Zahl an Rollvorgängen. Schon weit vorher dürfte aber ohnehin der Kauf eines neuen Geräts anstehen. Denn die letzten Jahre haben gezeigt, dass die Kunden in Deutschland, regelmäßig für noch größere Fernsehbildschirme zu begeistern sind. So ist die durchschnittliche Bildschirmdiagonale in den letzten zwanzig Jahren von 22 Zoll auf stolze 45 Zoll gestiegen. Ein Ende dieser Entwicklung ist aktuell nicht in Sicht.


Via: The Verge

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