Der Mars gilt als aktuell größtes Ziel in der Weltraumforschung. So plant die NASA in den nächsten Jahren Astronauten auf den roten Planeten zu schicken – und will dafür sogar ihre Beteiligung an der Internationalen Raumstation ISS beenden. Aber auch private Unternehmen haben den Planeten längst in den Blick genommen. Während das Mars One Projekt dabei versucht, Menschen dauerhaft dort anzusiedeln, will SpaceX 2018 einen ersten unbemannten Erkundungsflug zum Mars unternehmen. Russland wiederum bastelt an einer Marsrakete mit Nuklearantrieb. Da ist es vermutlich kein Wunder, dass auch die chinesische Raumfahrtbehörde in diese Richtung denkt. Nun wurde in China erstmals ein konkretes Projekt vorgestellt. Ein Marsrover soll im Jahr 2020 zum Einsatz kommen und die Oberfläche des Planeten erkunden.


Der Marsrover soll 92 Tage auf dem Planeten bleiben

Dabei ist geplant, dass eine Long-March-5-Rakete insgesamt drei verschiedene Module ins All bringt. Einen kreisenden Flugkörper, der den Mars gleichsam aus der Luft erkunden soll, ein Landemodul und den Marsrover selbst. Dieser wird von vier Solarmodulen angetrieben und verbleibt insgesamt 92 Tage auf dem Mars. In dieser Zeit soll er beispielsweise Erkenntnisse über die Beschaffenheit des Bodens gewinnen und nach Anzeichen für Wasser suchen. Interessantes Detail am Rande: Der Flug zum Mars wird rund sieben Monate dauern. Verläuft dabei alles nach Plan, wird der chinesische Marsrover in etwa zur selben Zeit dort eintreffen wie der Nachfolger des NASA-Rovers Curiosity.


Chinas vorherige Marsmission war ein Fehlschlag

China hat allerdings in der Vergangenheit keine guten Erfahrungen mit Marsmissionen gemacht. So ging die Marssonde Yinghuo 1 verloren, noch ehe sie die Erdumlaufbahn verlassen hatte. Der asiatische Rivale Indien hingegen überraschte die Welt wenig später mit dem erfolgreichen Einsatz einer extrem günstigen Marssonde. Seitdem versucht China mit vielen verschiedenen Projekten wieder an Prestige in der Weltraumforschung zu gewinnen. Neben der geplanten Marsmission soll beispielsweise die Rückseite des Monds erforscht werden, eine eigene Raumstation in die Tiefen des Weltalls vordringen und der Jupiter genauer untersucht werden.

Via: Xinhua

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