Mit einer Falcon Heavy Rakete des privaten Unternehmens SpaceX ist das neue Weltraumteleskop Tess erfolgreich in Richtung All gestartet. Das auch als Planetenjäger bezeichnete Teleskop soll in rund zwei Monaten die geplante Umlaufbahn erreicht haben und dann auch die ersten Daten zurück auf die Erde senden. Damit ist ein halbwegs reibungsloser Übergang gewährleistet. Denn das aktuell im Weltraum arbeitende Teleskop Kepler steht vor dem erzwungenen Ende seiner Mission: In den nächsten Monaten geht der Treibstoff zu Ende. Die Funktionsweise der beiden Geräte ist recht ähnlich: Mit Kameras wird das Licht heller Sterne außerhalb unseres Sonnensystems beobachtet. Kommt es zu einer Unterbrechung, kann dies ein Anzeichen für einen vorbeigezogenen Planeten sein.


Foto: NASA

Das langfristige Ziel ist die Suche nach außerirdischem Leben

Auf diese Weise konnte Kepler die Existenz von 2.300 Exoplaneten nachweisen. Der Nachfolger Tess soll nun aber noch einmal ein deutlich größeres Gebiet abdecken und daher bis zu 20.000 Exemplare entdecken. Die Experten der NASA schätzen, dass davon rund fünfzig ungefähr so groß wie die Erde sein werden. Diese sollen dann später noch einmal genauer unter die Lupe genommen werden. Das Ziel: Die Suche nach außerirdischem Leben. Denn genau darin besteht das langfristige Ziel der Forschungsarbeit. Außerdem ist es sehr gut denkbar, dass ganz neue Formen von Planeten entdeckt werden. Die Mission des Tess-Weltraumteleskops ist zunächst auf zwei Jahre angelegt und kostet rund 200 Millionen Dollar. Finanziert wird der Einsatz aus dem Forschungsbudget der US-Weltraumbehörde NASA.

Der Start musste kurzfristig noch einmal verschoben werden

Auch für SpaceX stellt der Flug ins All eine Premiere dar. Denn erstmals nutzt die NASA die Dienste des privaten Unternehmens für eine wissenschaftliche Mission. Zuvor wurden die Raketen vor allem für die Versorgung der internationalen Raumstation ISS genutzt. Der Start nun musste allerdings kurzfristig verschoben werden. Eigentlich sollte Tess bereits in der Nacht zu Dienstag ins All gebracht werden. Dann aber mussten noch einmal zusätzliche Tests an den Navigationsgeräten durchgeführt werden, weshalb sich der Start um zwei Tage verschob. Wie die NASA mitteilte verlief dieser dann aber erfolgreich. Nun warten die Wissenschaftler gespannt auf die ersten Bilder des neuen Weltraumteleskops.

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Zuletzt aktualisiert am 22.05.2018
Via: Space


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