Gleich eine ganze Reihe an Firmen hat angekündigt, zukünftig regelmäßig Touristen ins Weltall bringen zu wollen. Bisher werden diese Versuche vor allem von reichen Mäzenen wie Jeff Bezos oder Elon Musk finanziert. Auch das Startup Virgin Galactic hat mit Richard Branson einen Gönner mit tiefen Taschen. Das Unternehmen wagt nun allerdings einen ungewöhnlichen Schritt und soll zukünftig an der Börse gehandelt werden. Damit könnten dann auch Privatanleger in das Geschäft mit dem Weltraumtourismus investieren. Interessant ist allerdings, dass Branson einen klassischen Börsengang mit den dazugehörigen Informationspflichten vermeidet. Stattdessen soll Virgin Galactic mit der bereits an der Börse notierten Firma Social Capital Hedosophia verschmolzen werden.


Copyright: Virgin Galactic

600 Personen haben bereits einen Flug ins All reserviert

Diese bringt rund 800 Millionen Euro mit in das neue Gemeinschaftsunternehmen ein und wird zukünftig 49 Prozent der Anteile halten. Im Gegenzug erhalten die Anteilseigner von Virgin Galactic Aktien im Wert von einer Milliarde Dollar sowie rund 300 Millionen Dollar in bar. Insgesamt wird die neue Firma mit rund 1,5 Milliarden Dollar bewertet. Mittelfristig sollen zudem keine Verluste mehr anfallen: Branson kündigte an, dass rund zwei Jahre nach dem Börsengang die Gewinnschwelle erreicht werden soll. Dafür spricht, dass das Startup bereits auf eine ansehnliche Reservierungsliste verweisen kann. So haben sich 600 Personen aus 60 Ländern für einen Flug ins Weltall angemeldet. Bisher musste allerdings lediglich eine Reservierungsgebühr bezahlt werden. Es bleibt abzuwarten, wie viele den Flug dann auch tatsächlich antreten und bezahlen werden.

Ein Investment aus Saudi-Arabien kam nicht zustande

Dass Branson einen klassischen Börsengang vermeidet, könnte auch mit einem Ereignis aus dem Jahr 2014 zusammenhängen. Damals starb ein Pilot des Unternehmens während eines Probeflugs über Kalifornien. Vielen Investoren dürfte also bewusst sein, wie risikoreich das Geschäft ist. Insgesamt hat Branson bisher rund eine Milliarde Dollar in seinen Traum vom Weltraumtourismus investiert. Eine weitere Milliarde sollte eigentlich von Saudi-Arabiens Staatsfonds kommen. Doch nach dem Mord an dem Journalisten Jamal Khashoggi kappte Branson seine Verbindungen in das saudische Königsreich. Neben seiner Arbeit bei Virgin Galactic investiert der Multi-Unternehmer zudem noch in einer weitere Form der Mobilität: Die Firma Virgin Hyperloop One will das Reisen auf der Erde massiv beschleunigen.


Via: FAZ

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