Heute, am 22. März, ist Weltwassertag. Das kühle Nass ist für das Leben auf diesem Planeten unabdingbar. In der menschlichen Zivilisation allerdings haben laut der Unesco etwa 3,6 Milliarden Menschen nicht ausreichend Wasser. Schuld daran sind – natürlich nicht vollkommen, aber zu einem nicht unwesentlichen Teil – Konzerne wie Nestlé. Das Unternehmen stand schon öfter in der Kritik, weil es aus dem Menschenrecht auf sauberes Wasser ein Geschäft macht. Der heutige Weltwassertag steht deshalb im Zeichen des Leitungswassers.


Das am meisten kontrollierte Lebensmittel Deutschlands

Leitungswasser ist das am besten untersuchte und kontrollierte Lebensmittel in Deutschland und der ideale Durstlöscher. Hinzu kommt, dass das Glas Wasser aus der Leitung etwa 100 Mal preiswerter ist als Mineralwasser aus der Flasche. Trinkwasser aus der Leitung trägt zum Umweltschutz.


Eineinhalb bis zwei Liter – so wird der Flüssigkeitsbedarf des menschlichen Körpers pro Tag geschätzt. Wer diesen Bedarf mit Mineralwasser abdeckt, muss nicht nur massig Kisten schleppen, sondern gibt auch noch wesentlich mehr Geld aus. Und das, obwohl das Leitungswasser in Deutschland gut überwacht und flächendeckend von hoher Qualität ist. Zudem ist es überall verfügbar – vermehrt ermöglichen auch immer mehr Geschäfte Zugang zu kostenlosem Trinkwasser.

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Zuletzt aktualisiert am 21.04.2019

Leitungswasser ist umweltfreundlicher

Eines der größten Argumente für Leitungswasser ist aber die Umweltbilanz. Nehmen wir beispielsweise die Mineralwasser-Marke Vittel. Dieses wird in dem gleichnamigen Ort in den Vogesen gefördert. Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé holt hier Jahr für Jahr Hunderttausende Kubikmeter Wasser aus dem Boden, um es dann zu verkaufen. Dabei fördert das Unternehmen so viel Wasser, dass eine wichtige Quelle in Vittel zu versiegen droht. Grund genug für die Anwohner, auf die Barrikaden zu gehen. Ähnliches passierte auch schon in Kanada und Kalifornien. Und am Ende des Tages ist die Macht des Konzerns größer als die der Anwohner.

Hinzu kommt, dass die Plastikflaschen, in denen das Wasser verkauft wird, nicht nur aufwändig produziert und dann Tausende Kilometer transportiert, sondern auch kaum recycelt werden. Die Wasserwerke Karlsruhe haben einmal errechnet, dass ein Liter Wasser aus einer Flasche etwa für 1.400 mal mehr CO2-Ausstoß als ein Liter Leitungswasser.

In Gegenden, in denen Menschen kein sauberes Trinkwasser haben, gibt es für die Plastikflaschen wohl eine Berechtigung. Hier in Deutschland jedoch besteht eigentlich kein Anlass, zu Wasser aus der Flasche zu greifen. Nicht zuletzt auch deshalb, weil die Stiftung Warentest wiederholt auch in Mineralwasser Schadstoffe gefunden hat.

Der heutige Weltwassertag sollte genutzt werden, um noch einmal genauer über den eigenen Umgang mit Wasser nachzudenken. Und vielleicht das ein oder andere zu verändern.

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