An der Küste Schottlands in der Nähe von Peterhead wird 2017 der weltweit erste schwimmende Windpark in Betrieb genommen. Es handelt sich dabei um fünf Windturbinen mit einer jeweiligen Kapazität von sechs Megawatt. Der neuartige Windpark wird in Zukunft Strom für 20.000 Haushalte liefern.


Schwimmende Windturbinen werden von im Boden verankerten Kabel festgehalten

Hywind Pilot Park wurde das zukunftsträchtige Pilotprojekt genannt, das aus einer Kooperation zwischen der Regierung Schottlands und dem Mineralölkonzern Statoil entsprang. Der Windpark entsteht 25 Kilometer vor der Küste Schottlands. Hier herrschen Wassertiefen von 95 bis 120 Metern. Windgeschwindigkeiten von 35 km/h gehören in dieser Region zur Tagesordnung. Dank der einzigartigen Schwimmtechnologie, können gigantische Windturbinen nun erstmals auch in tieferen Gewässern installiert werden. So liegt die optimale Wassertiefe für im Boden fixierte Windturbinen zwischen 20 und 50 Metern. Zwei Drittel des Nordsee-Gewässers, das für die Installation von Windparks in Frage kommt, ist allerdings 49 bis 220 Meter tief. Herkömmliche Turbinen geraten hier also schnell an ihre Grenzen. Für die schwimmenden Erzeugnisse sind derartige Tiefen jedoch unproblematisch.


Der Vorteil der schwimmenden Windparks liegt auf der Hand. Zum einen kann von höheren Windgeschwindigkeiten und einer größeren Stromausbeute profitiert werden. Zum anderen verschwinden die gigantischen Windräder aus dem Blickfeld. Sechs Jahre hat es gedauert bis die The Hywind Schwimmtechnologie fertig erprobt war und in Pilotanlagen umgesetzt werden konnte. So wurde 2009 auf der norwegischen Insel Karmøy ein Prototyp mit einer Kapazität von 2,3 Megawatt zehn Kilometer von der Küste entfernt installiert. Die Tiefe des Wassers an dem Ort wo die schwimmende Windturbine sich befindet, beträgt 220 Meter. Die Energieausbeute des Prototypen ist beachtlich zudem trotzte die Turbine elf Meter hohen Wellen. Das ist schon ziemlich erstaunlich, würde man doch meinen, dass die in die Höhe ragende Windturbine bei starkem Wellengang einfach umkippt. Die ausgeglichene Form und die Bodenverankerung sorgen jedoch für ein Groß an Stabilität. Beeindruckend.

Schwimmenden Windparks könnte die Zukunft gehören. Dank der neuen Technologie können weitere Teile der Meere für die Produktion erneuerbarer Energien genutzt werden. So wird das Internet 2020 bereits eine große Menge an Energie verschlingen um nur einen Teil zu nennen, der stromhungrig ist. In Zukunft steigt der Energie-Bedarf unaufhaltsam. Lösungen wie die schwimmenden Windparks sind daher bedeutsam, genauso wie die Steigerung der Effizienz von Solarzellen.

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

1 Kommentar

  1. Teppiche

    13. November 2015 at 17:38

    Finde ich eine gut Sache, solange die Segler dann nicht Slalom fahren müssen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.