Während Erdbeben und Vulkanausbrüche bisher kaum sicher vorausgesagt werden können, ist die Forschung bei Hurrikans schon deutlich weiter. Dort können die Forscher vergleichsweise genau prognostizieren, wo ein solches Naturereignis entsteht und welche Route der Sturm anschließend nehmen wird. Dabei gibt es allerdings noch ein Problem: Die Forscher sind oftmals nicht in der Lage zu bestimmen, welche Heftigkeit der Hurrikan erreichen und welche Zerstörungen er dementsprechend anrichten wird. Dies liegt daran, dass ein Hurrikan ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Phänomene ist. Der neue Simulator an der „University of Miami“ soll helfen, diese verschiedenen Einflüsse besser zu verstehen.


Satellitenbild des Hurrikan Katrina 2005
Satellitenbild des Hurrikan Katrina 2005

Winde von bis zu 250 Stundenkilometern

Der Simulator basiert dabei auf einem 23 Meter langen Wasserbecken, das insgesamt 144.000 Liter an Wasser aufnehmen kann. Zu Versuchszwecken kann dabei sowohl normales Leitungswasser, als auch Salzwasser genutzt werden. Auch die Temperatur des Wassers lässt sich kontrollieren. Wird die Maschine dann in Betrieb genommen, lassen sich verschiedene Windstärken simulieren – in der Spitze kann eine Windstärke von 251 Kilometern pro Stunde erzeugt werden. Auf diese Weise wollen die Wissenschaftler beobachten, wie sich verschiedene künstlich erzeugte Parameter auf die Stärke des Hurrikans auswirken.

Versicherungen und Hausbesitzer profitieren von den Ergebnissen

„In den letzten zwanzig Jahren konnten wir immer besser voraussagen, welche Richtung der Hurrikan einschlagen wird. Aber was sich nicht wirklich verbessert hat in den letzten zwanzig Jahren, ist die Fähigkeit, die Stärke des Hurrikans zu prognostizieren“, erläutert Brian Haus, Leiter des Simulators, die Ziele des Projekts. Am Rande des Beckens befindet sich zudem ein kleines Häuschen. Hier wollen die Wissenschaftler Daten sammeln, inwieweit bestimmte Hurrikanstärken Zerstörungen hervorrufen. Diese Ergebnisse könnten dann einerseits für eine veränderte Bauweise in Hurrikangebieten sorgen, sind aber andererseits auch für Versicherer von Interesse. Diese möchten die Daten nutzen, um genauere Prognosen für die zu erwartenden Schäden zu berechnen.


Via: DigitalJournal

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