In den letzten Monaten gab es eine ganze Reihe von Anzeichen, dass der Kampf gegen den Klimawandel innerhalb der Gesellschaft an Bedeutung gewonnen hat. So konnten die Fridays-for-Future-Demonstrationen kontinuierlich an Teilnehmern zulegen und erhielten auch aus der Politik viel Zuspruch. Zahlreiche Videos von Youtubern zu diesem Thema sorgten für zusätzliche Diskussionen. Letztlich erzielten die Grünen dann bei der Europawahl ein Rekordergebnis. Auch dies konnte als Zeichen an die Politik gewertet werden, dem Thema eine größere Bedeutung beizumessen. Eine Umfrage der Beratungsgesellschaft KPMG zeigt nun: Auch in der Wirtschaft spielt der Klimawandel inzwischen eine deutlich größere Rolle als noch im vergangenen Jahr. Zumindest benannten die 1.300 befragten Topmanager das Thema als größte Herausforderung für die Zukunft.


Erderwärmung
Foto: Global Warming. The Earth became the newest Waterworld., Andrea Della Adriano, Flickr, https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/legalcode

1.300 Manager aus elf Branchen und Ländern wurden befragt

Interessant wird das Ergebnis vor allem durch den Vergleich mit dem Vorjahr. Denn damals lagen mit Protektionismus, Cyberattacken und dem aufkommen neuer Technologien noch deutlich klassischere Themen der Wirtschaftswelt an der Spitze. Offensichtlich hat sich in den letzten zwölf Monaten also eine Entwicklung vollzogen, die nun auch bei den Unternehmen angekommen ist. So gaben rund drei Viertel der Topmanager an, dass der zukünftige Erfolg des Unternehmens davon abhängen wird, wie es gelingt, die Umstellung auf eine kohlenstoffarme Wirtschaft zu bewältigen. Die Umfrage wurde zudem nicht nur in Deutschland durchgeführt, sondern in insgesamt elf Ländern. Darunter waren auch wichtige Schwellenländer wie Indien und China. Offensichtlich handelt es sich also um eine globale Entwicklung.

Die Investoren erhöhen den Druck auf die Manager

Die Autoren hinter der Studie vermuten einen eher unerwarteten Einfluss hinter dem Sinneswandel der Manager: Die Investoren. Diese stehen oft im Verdacht, vor allem die kurzfristigen Gewinne im Blick zu haben. Tatsächlich legen sie aber auch immer stärker Wert auf ein nachhaltiges Geschäftsmodell – und nehmen daher die Folgen des Klimawandels in den Blick. Einige Investoren – unter anderem der norwegische Staatsfonds und die Church of England – gehen sogar so weit, gar nicht mehr in Firmen zu investieren, die dem Klima übermäßig schaden. Zumindest rhetorisch haben sich die Manager daher inzwischen dem Thema Nachhaltigkeit verstärkt zugewandt. Wie immer bleibt aber die Frage offen, ob aus der grundsätzlich Erkenntnis dann auch konkrete Handlungen folgen.


Via: Wiwo

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

2 Kommentare

  1. gretz

    30. Mai 2019 at 15:14

    Darum ändert die Klimahysterie in Deuschland nichts und schadet Deutschland!!!
    Wenn Deutschland seine Klimaziele erreicht, dann hat das eine Auswirkung auf das Klima, wie wenn man einen Sack Sand in die Wüste schüttet!

    Die Klimaheuchler wollen aber den Leuten erzählen, wenn Deutschland seine Kohlekraftwerke abschaltet, Klimasteuern erhebt, kein Fleischkonsum, Dieselfahrverbote und sämtlicher anderer Ideen würden das Klima ändern.

    Die das erzählen haben entweder den Größenwahn frei nach dem Motto“ Deutschland rettet das Weltklima im Alleingang“ oder es sind totale Naivlinge und Realitätsverweigerer denen jegliche Relationen abhandengekommen sind.

    Die wirklichen Einflussfaktoren auf das Klima kommen in der Diskussion nicht vor da sich die Fantasten in der Politik und den Medien in einer Filterblase befinden!

    Die Bevölkerung in Afrika verdoppelt sich was natürlich weitere negative Auswirkungen auf die Natur und den Ressourcenverbrauch weltweit haben wird. Jedes Jahr werden 30 Millionen Hektar Regenwald vernichtet. Wer schon einmal etwas von der Fotosynthese gehört hat, weiß welche Auswirkungen das hat.

    Weltweit sind derzeit ca. 1300 neue Kohlekraftwerke, in Planung die in Deutschland verbotenen Autos fahren im benachbartem Ausland weiter.

    Wer diese Dimensionen kennt und jetzt noch glaubhaft erklären kann, die deutschen Maßnahmen könnten das Klima beeinflussen, hat den Nobelpreis verdient!

  2. Björn

    5. Juni 2019 at 08:24

    Einer muss den Anfang machen, bis jetzt hat sich Deutschland in der EU quergestellt.
    Ich kann nur hoffen das das ein Ende hat.
    Es ist das gleiche im privaten Haushalt, wenn *DU* nichts änderst wird sich nie was ändern:
    beim Kauf auf die Inhaltsangaben achten, kein Palmöl, kein Soja, saisonale und regionale Produkte kaufen, auf ÖPNV umsteigen, besser aufs Fahrrad. . . etc.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.