Uruguay machte einst den Anfang. Als erstes Land der Welt legalisierte der südamerikanische Staat den Anbau und den Konsum von Cannabis. Inzwischen sind unter anderem auch Kanada und einige US-Bundesstaaten diesem Beispiel gefolgt. In Deutschland wurde zumindest der Einsatz für medizinische Zwecke ermöglicht – was prompt zu Lieferproblemen führte. Insbesondere die Legalisierung in Nordamerika führte zudem dazu, dass viel Geld in die neue Industrie floss. Auch in Deutschland haben sich bereits einige entsprechende Startups gegründet. Wer selbst allerdings kein Unternehmen hochziehen möchte, kann sein Geld auch breit gestreut in die Branche investieren. Klar sollte dabei allerdings sein: Die Wertanlage kommt aktuell noch mit sehr großen Kursschwankungen daher. Ein Investment ist daher nur für risikofreudige Anleger zu empfehlen.


Ein ETF und ein Fonds haben sich der Thematik gewidmet

Grundsätzlich gibt es in Deutschland im Wesentlichen zwei Möglichkeiten, in Cannabis-Firmen aus aller Welt zu investieren. Zum einen den passiv gemanagten ETF Horizons Marijuana Life Sciences Index. Dieser bildet einen festgelegten Branchenindex ab. Es gibt also keinen Fondsmanager, der entscheidet, welche Aktien gekauft oder verkauft werden. Dies sorgt für vergleichsweise niedrige Verwaltungskosten, hat aber auch zur Folge, dass man niemals besser als der Gesamtindex für Cannabis-Produkte abschneiden kann. Als Alternative gibt es daher in Deutschland noch den aktiv gemanagten WS-HC Fonds – Hanf Industrie Aktien Global. Dieser setzt auf aktive Investitionsentscheidungen und verspricht vor allem eine breite Risikostreuung: Im Normalfall soll keine Aktie mehr als fünf Prozent des Portfolios ausmachen.


Eine Studie stellt dem Staat Milliardeneinnahmen in Aussicht

Sowohl der ETF als auch der aktiv gemanagte Fonds konnten seit ihrer Gründung deutliche Gewinne verbuchen. Eine Garantie für die Zukunft ist dies aber nicht. Profitieren vom Cannabis-Boom könnte allerdings auch der deutsche Staat. So kam eine Studie unter der Leitung von Justus Haucap, ehemals Vorsitzender der Deutschen Monopolkommission, zu dem Schluss, dass der Finanzminister durch eine Cannabis-Legalisierung mit Einnahmen in Milliardenhöhe rechnen könnte. So wäre ein Steueraufkommen in Höhe von 1,3 Milliarden Euro zu erwarten. Zusätzlich ergäben sich Einsparungen im Bereich der Strafverfolgung. Diese werden in der Studie auf immerhin noch 1,1 Milliarden Euro geschätzt. Die Wissenschaftler betonen allerdings auch: Das Thema wird kontrovers diskutiert. Eine Mehrheit im Deutschen Bundestag ist bisher nicht in Sicht.

Via: Wiwo

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