Der Aktienkurs von Tesla befand sich lange in einem stetigen Höhenflug. Sogar den renommierten Ford-Konzern konnte der Elektroautobauer in Sachen Unternehmenswert überholen. Doch in den letzten Wochen hatte Tesla mit einer Reihe von schlechten Nachrichten zu kämpfen. So sind die Produktionsprobleme beim neuen Model 3 noch nicht vollständig behoben – auch wenn das Unternehmen auf dem richtigen Weg zu sein scheint. Außerdem wurde bekannt, dass die US-Behörden einen tödlichen Unfall mit einem Tesla-Auto genauer unter die Lupe nehmen. Auch dies sorgte für Kursverluste an der Börse. Nun musste der Konzern auch noch den größten Rückruf seiner Geschichte starten. Der Grund: Möglicherweise verrostete Schrauben in der Servolenkung.


Die Sicherheit der Fahrzeuge ist nicht beeinträchtigt

Betroffen davon ist auch ein deutsches Unternehmen. Denn die fraglichen Schrauben wurden von Bosch produziert. Die Fachleute dort mussten allerdings feststellen, dass es in Gebieten mit viel Schnee und Eis zu einer starken Korrosion kommen kann. Grund dafür sind aber nicht die Wetterbedingungen selbst, sondern das eingesetzte Streusalz. Daher sollen nun bei allen betroffenen Autos die Schrauben ausgetauscht werden. Den Angaben des Konzerns zufolge wird dafür rund eine Stunde pro Fahrzeug benötigt. Bis zu dem ausgemachten Termin in der Werkstatt können die Fahrzeuge allerdings bedenkenlos weiter gefahren werden. Denn die Servolenkung ist nicht sicherheitsrelevant. Im schlimmsten Fall müssen die Kunden schlicht mehr Kraft aufbringen, um das Lenkrad zu drehen.


Die Probleme mit der deutschen Kaufprämie konnten gelöst werden

Unterdessen konnte Tesla auf dem deutschen Markt aber zumindest einen kleinen Erfolg erzielen. So kann für das Model S nun wieder die Kaufprämie für Elektroautos beantragt werden. Zuvor hatten die deutschen Behörden dem Konzern vorgeworfen, die Basisversion für weniger als 60.000 Euro gar nicht zu verkaufen. Weil aber nur Fahrzeuge unterhalb dieser Schwelle gefördert werden, wurde zunächst keine Prämie mehr ausgezahlt. Nun konnte Tesla aber offensichtlich nachweisen, dass die günstigste Variante des Model S für deutsche Kunden doch verfügbar ist. Die staatliche Kaufprämie für Elektroautos liegt bei 4.000 Euro pro Fahrzeug und wird je zur Hälfte vom Staat und dem Hersteller finanziert. Bisher konnte dadurch aber noch kein Boom auf dem Markt für E-Autos ausgelöst werden.

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