In Deutschland gibt es immer wieder Diskussionen über die Höhe der Subventionen für Erneuerbare Energien. Weltweit gesehen, bietet sich allerdings ein ganz anderes Bild: Den Angaben der Internationalen Energie Agentur zufolge liegen die weltweiten Subventionen für fossile Energieträger noch immer rund doppelt so hoch wie die für Erneuerbare Energien. Oder in konkreten Zahlen ausgedrückt: Die klassische Energieversorgung wird mit rund 325 Milliarden Dollar gefördert, während nachhaltige Formen der Energieerzeugung lediglich 150 Milliarden Dollar erhalten. Hoffnung gibt es allerdings durchaus, denn der Trend scheint in die richtige Richtung zu zeigen. Immerhin sind die Subventionen für fossile Energieträger alleine im letzten Jahr um knapp 175 Milliarden Dollar gesunken.


Kohle
Foto: Coal power-plant and oilseed rape, martin, Flickr, CC BY-SA 2.0

Elon Musk fordert die Streichung sämtlicher Subventionen

Die nun veröffentlichten Zahlen fügen sich dabei in eine aktuelle Diskussion in den Vereinigten Staaten ein. Dort war Tesla-Chef Elon Musk in die Kritik geraten, weil sein Unternehmen staatliche Subventionen erhalten hat. Konservative Meinungsmacher warfen dem Elektroautopionier daher vor, kein wirklich tragfähiges Geschäftsmodell zu besitzen. Musk hatte daraufhin bei Twitter gefordert, einfach alle Subventionen zu streichen – für sein Unternehmen, aber auch für die Kohle-, Öl- und Gasunternehmen des Landes. Für diesen Vorschlag erhielt der Unternehmenslenker breite Zustimmung von Verantwortlichen aus der Öko-Branche. Weltweit scheint der Trend nun immerhin in diese Richtung zu zeigen. Die niedrigeren Subventionen sind dabei teilweise auf den gesunkenen Ölpreis zurückzuführen, beruhen aber zu einem signifikanten Teil auch auf Strukturreformen in vielen Ländern.

Die indirekten Subventionen für fossile Energieträger liegen noch einmal höher

Die tatsächlichen Subventionen für die fossilen Energieträger liegen allerdings noch einmal deutlich höher als es die nun vorgestellten Zahlen zeigen. Denn die langfristigen Kosten, die das Verbrennen von Kohle, Öl und Gas verursachen, werden ebenfalls von der Gemeinschaft finanziert – fallen aber nicht unter die direkten Subventionen. Dazu gehören beispielsweise die langfristigen Kosten des Klimawandels, der durch die Emissionen der Kraftwerke befördert wird, aber auch die gesundheitlichen Probleme vieler Menschen, die durch die verursachte Luftverschmutzung entstehen. Der internationale Währungsfonds kam im letzten Jahr zu dem Ergebnis, dass die tatsächlichen Subventionen eher bei rund fünf Trillionen Dollar liegen.


Via: Electrek

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