Dieses Konzept schlägt sprichwörtlich zwei Fliegen mit einer Klappe! In Rheinfelden trifft Müllvermeidung auf aktive Stadtbegrünung, und zwar in einem Two-in-One-Gesamtpaket, das wirklich Freude macht. Seit dem 11. Dezember werden Wochenmarktbesucher dazu animiert, auf Wegwerfverpackungen zu verzichten – dafür winkt ein ganz besonderes Bonbon.


Von <a href="//commons.wikimedia.org/wiki/User:Taxiarchos228" title="User:Taxiarchos228">Taxiarchos228</a> - <span class="int-own-work" lang="de">Eigenes Werk</span>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/3.0" title="Creative Commons Attribution 3.0">CC BY 3.0</a>, <a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=21101232">Link</a>
Rheinfelden aus der Vogelperspektive / Von Taxiarchos228Eigenes Werk, CC BY 3.0, Link

Wer verpackungsfrei einkauft, erhält einen Stempelkarten-Eintrag

Rheinfelden liegt ganz im Süden Deutschlands an der Schweizer Grenze. Die 30.000-Einwohner-Stadt lebt damit aber ganz und gar nicht hinter dem Mond, eher im Gegenteil. Die Stadtverwaltung hat sich ein ökologisches Bürgerprojekt ausgedacht, bei dem wirklich jeder mithelfen kann und das allen Bewohnern zugutekommt. Seit dem 11. Dezember gibt es den sogenannten »verpackungsfreien Markt«, bei dem die Besucher angehalten sind, ihre benötigten Behälter selbst mitzubringen. Jeder, dem es gelingt, verpackungsfrei einzukaufen, erhält einen Eintrag auf seiner Stempelkarte, die zu diesem Zweck 18 Felder bereithält. Wer seine Karte voll hat, gibt sie bei der Stadt ab.

20 Euro pro Stempelkarte für das bürgerschaftliche Ökokonto

Was erhält aber nun der lobenswerte Mensch, dem es gelungen ist, ganze 18 Mal auf umweltschädliche Einwegverpackungen zu verzichten? Jedenfalls kein Geld und auch keinen freundlichen Dankesbrief. Nein, Rheinfelden lässt für jede gefüllte Stempelkarte 20 Euro springen, die auf ein sogenanntes »bürgerschaftliches Ökokokonto« fließen. Das dort gesammelte Geld wird, sobald es an der Zeit ist, direkt in die Stadtbegrünung umgesetzt. Zu diesem Zweck soll es gemeinschaftliche Pflanzaktionen geben, zum Beispiel durch Schulklassen oder Vereine. Alles in allem ergibt sich ein wirklich abgerundetes Stadtprojekt, das die Umwelt schont, für eine grünere Stadt sorgt und die Bürger zu sinnvollen Gemeinschaftsaktionen aufruft. Dabei ist die Idee dahinter nicht einmal besonders kompliziert, sondern ganz einfach gestrickt!


Auf der städtischen Homepage soll fortlaufend über die Erfolge der Aktion berichtet werden. Die Initiatorin rechnet mit den ersten 10 ausgefüllten Stempelkarten zu Ende Februar. Vielleicht erhält das Projekt noch mehr Dampf, wenn sich die Rheinfelder Geschäfte aktiv daran beteiligen und ebenfalls verpackungsfreie Einkaufsmöglichkeiten anbieten, um Karteneinträge zu sammeln: Die zuständige Klimaschutzmanagerin ist gerne bereit, mit den interessierten Unternehmern über dieses Thema zu reden.

Quelle: rheinfelden.de

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