Im australischen Bundesstaat South Australia kommt es vor allem im Sommer immer wieder zu Stromausfällen. Hintergrund: Die Stromproduktion ist vergleichsweise schwankend, was bei starken Nachfragespitzen zu einer Überlastung des Netzes führt. Eine mögliche Lösung für diese Problematik sind Stromspeicher. Die Behörden des Bundestaats meldeten sich daher bei Tesla und erkundeten sich nach einer Zusammenarbeit.


Tesla-Boss Elon Musk war sofort begeistert und bot eine Wette an: Wenn sein Unternehmen den dringend benötigten Stromspeicher nicht innerhalb von 100 Tagen installieren würde, bekäme der australische Bundesstaat die Anlage geschenkt. Inzwischen lässt sich sagen: Musk hat dieses Versprechen gehalten – was bei ihm in der Vergangenheit nicht immer der Fall war.


Mit den Arbeiten wurde erst Ende September begonnen

Tatsächlich war der Wetteinsatz vergleichsweise hoch: Experten gehen von Kosten in Höhe von rund 50 Millionen Euro aus. Bei Twitter hat Musk die Wette bereits im März verkündet. Da der Stromspeicher erst jetzt fertig wurde, scheint die Wette somit auf den ersten Blick verloren worden zu sein. Doch zu diesem Zeitpunkt hatte Tesla noch gar nicht offiziell den Zuschlag erhalten. Dies geschah erst im Juli. Der offizielle Baubeginn war dann der 29. September. Rechnet man von diesem Datum aus, wurde die 100-Tage-Frist sicher eingehalten. Aktuell werden noch verschiedene Tests durchgeführt, bei denen der Speicher seine Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen muss. Am 01. Dezember soll er dann an das öffentliche Stromnetz angeschlossen werden.

Stromspeicher können beim Ausbau der Erneuerbaren Energien helfen

Mit einer Kapazität von 129 Megawattstunden handelt es sich um den größten Lithium-Ionen-Akku der Welt. Seine Aufgabe wird darin bestehen, Windstrom zu speichern und in Zeiten einer starken Nachfrage abzugeben. Die Regierung von South Australia sieht den Bau daher auch als wichtiges Symbol im Rahmen der Wende hin zu einer nachhaltigen Energieversorgung. Denn theoretisch können Energiespeicher dafür sorgen, dass der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromversorgung deutlich gesteigert werden kann. Tesla ist nicht der einzige Autobauer, der Stromspeicher installiert. Auch BMW und Daimler haben bereits ähnliche Projekte realisiert – allerdings jeweils im deutlich kleineren Rahmen. Für Tesla könnte das erfolgreiche Projekt in South Australia weitere Geschäftsmöglichkeiten eröffnen. So denkt etwa Taiwan ebenfalls über eine Zusammenarbeit nach.

Via: The Guardian

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1 Kommentar

  1. Christian

    24. November 2017 at 08:42

    BMW und Daimler haben es besser realisiert, das ist das Problem. Statt wie Tesla eine Batterie exklusiv zur Stromspeicherung zu nutzen, ist das Stromspeichern bei BMW (und Daimler) eine sinnvolle Recyclingvariante für Altbatterien von Elektroautos.

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