User auf der Suche nach sicheren WhatsApp Alternativen
User auf der Suche nach sicheren WhatsApp Alternativen

Manche können sich ein Leben ohne WhatsApp-Messenger gar nicht mehr vorstellen. Als kürzlich der Dienst für Stunden offline war, war das Rätselraten groß. Einige griffen wieder auf SMS zurück. Dabei gibt es gibt es schon sicherere Alternativen zu dem Messenger, der für etwa 19 Milliarden Dollar von Facebook geschluckt wurde.


Nach der milliardenschweren Übernahme von WhatsApp durch Facebook machen sich viele Nutzer Gedanken über die Sicherheit ihrer Daten beim Chatten und suchen nach alternativen, sichereren Chat-Apps. WhatsApp setzt keine End-to-End-Verschlüsselung ein, weshalb auch die deutsche Stiftung Warentest jetzt vor der App warnt. Kein Wunder, dass Telegram bei Google play Topseller bei Gratis-Apps ist und Threema Topseller bei Bezahl-Apps. Während Threema vor allem bei Android-Nutzern und in Europa beliebt ist, setzen iOS-Anwender und Nutzer in den USA verstärkt auf Telegram. Beide Messenger werden in allen möglichen Zeitungen und Online-Magazinen wie Spiegel, Focus, Chip, etc. gerade sehr stark gepusht und promotet. Zwischendurch hört man auch gelegentlich vom kleinen Open-Source Messenger Surespot, der ebenso ganz stark auf Sicherheit und Verschlüsselung setzt.

Threema: Sicherer Chat aus der Schweiz

Der Schweizer Chat-Service Threema bietet eine End-to-End-Verschlüsselung – diese wird von vielen bekannten Konkurrenten (Line, Kik, WeChat etc.) nicht geboten. Durch diese Verschlüsselung wird das Auslesen von Daten durch Unbefugte erschwert. Im Unterschied zu anderen populären Messaging-Apps (einschließlich derer, die eine Verschlüsselung einsetzen), soll bei Threema selbst der Serverbetreiber absolut keine Möglichkeiten haben, die Nachrichten mitzulesen. Wie sueddeutsche.de berichtete, konnte Threema seine Nutzerzahl zum Ende der vergangenen Woche innerhalb von 24 Stunden von 200.000 auf 400.000 verdoppeln. Mit 1,60 EUR ist die Chat-App zwar nicht kostenlos, der Preis für den Messenger ist aber noch für jedermann erschwinglich.


Telegram: Werbefrei und kostenlos

Telegram ist eine Erfindung der Gründer des größten sozialen Netzwerks Russlands. Der Messenger Telegram wirbt mit dem Motto „taking back our right to privacy“. Einem Test der Wochenzeitung „Die ZEIT“ zufolge nehmen es aber die Herausgeber des Dienstes mit der Datenschutzerklärung nicht so genau. Mit den sogenannten „Secret Chats“ bietet Telegram jedenfalls auch eine End-to-End-Verschlüsselung an, auch wenn diese von manchen Experten als veraltet betrachtet wird. Die Nutzerzahlen wachsen zur Zeit rasant mit bis zu 100 neuen Registrierungen pro Sekunde! Alleine letzten Sonntag (23.2.14) sollen fast 5 Millionen Nutzer Telegram hinzugefügt haben.

Surespot: Schnell und transparent

Für Surespot spricht vor allem die Transparenz und die Usability. Die App ist einfach zu bedienen, der Quellcode der App ist für jeden einsehbar. Der Messenger eröffnet die Möglichkeit mehrere Konten parallel zu nutzen und diese unabhängig von Gerät oder Telefonnummer einzurichten. So kann man den Messenger mit einer Identität z.B. auf seinem Tablet und Smartphone nutzen. Bald soll auch eine Desktop Version auf den Markt kommen. Auf Wunsch ist eine kostenpflichtige Zusatzfunktion für Sprachnachrichten erhältlich. Leider ist das Unternehmen hinter Surespot jedoch in den USA angesiedelt wodurch es unter den Patriot-Act fällt und für die US-Geheimdienste „legal“ offen steht.

WhatsApp-Alternativen mit Verschlüsselung im Vergleich

Anbieter WhatsApp Threema Telegram Surespot
Server-Standort USA Schweiz Russland USA
Verbreitung (kaum messbar)
 ~465 Mio  >400.000  >10 Mio  ~100.000
Ende-zu-Ende-Verschlüsselung keine ECC mit 256 Bit AES mit 256 Bit  AES-GCM mit 256 Bit
Werbefrei ja ja ja ja
Sprachnachrichten ja ja ja ja (kostenpflichtig)
Foto-/Videobotschaften ja ja ja ja
Kosten gratis, aber Jahresgebühr für neue Nutzer 1,60 € (Android)
1,79 € (iOS)
gratis gratis
Plattform Android 2.1 oder höher
iOS 4.3 oder höher, Blackberry, Symbian
Android 4.0 oder höher
iOS 5 oder höher
Android 2.2 oder höher
iOS 6 oder höher, inoffiziell auch  unter Windows Phone und Desktop
Android 2.3.3 oder höher, iOS 6 oder höher.
Windows Phone sowie Desktop Version sind geplant

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3 Kommentare

  1. Teppiche

    2. März 2014 at 11:59

    Ich hoffe jetzt wo Google Threema aufgekauft hat bleibt der Datenschutz erhalten! Sonst siehst wirklich übel aus!

  2. Sera

    2. März 2014 at 16:37

    Ähm könntet ihr folgenden Bericht mal berücksichtigen ?
    https://plus.google.com/u/0/105770128118253679491/posts/TxCeFSvdcEw

  3. The Future

    7. März 2014 at 01:30

    Ja, ich und mein Umfeld nutzen inzwischen auch nur noch Telegram. Kann doch nicht sein, dass der Zuckerberg einfach mal alles kauft, was viel Macht hat und was viele Menschen nutzen, nur um möglichst viele Daten der NSA zu geben. Mag ja sein, dass Whatsapp dass schon früher gemacht hat, aber dass Facebook wohl das unsicherste soziale Netzwerk ist, ist ja inzwischen kein Geheimnis mehr.
    An Stellvertreter-Apps wie Telegram, Viber & co. ist zwar vielleicht noch einiges verbesserungsbedürftig, aber man kann es sehr gut nutzen, vom Design her finde ich es sogar schöner als Whatsapp.

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