Boston Dynamics ist in vielerlei Hinsicht ein ungewöhnliches Unternehmen. So präsentierte die Firma immer wieder Roboter mit außergewöhnlichen Fähigkeiten – etwa einem Rückwärtssalto. Nur über die Frage, wie man eigentlich Geld verdienen möchte, schwiegen sich die Manager stets aus. Stattdessen gehörte das Startup zunächst zu Googles Mutterkonzern Alphabet und jetzt zum japanischen Großkonzern Softbank. Von dort stammten auch jeweils die notwendigen Investitionen. Nun scheint die Roboterschmiede aber einen Einsatzort für ihre Produkte gefunden zu haben: Lagerhäuser und sonstige Logistik-Einrichtungen. Dafür ist es allerdings von entscheidender Bedeutung, dass der Roboter erkennt, um welche Kisten und Pakete es sich handelt und wie er diese am besten anhebt.


Bild: Kinema Systems

Kinema Systems setzt auf künstliche Intelligenz

Für den Mensch ist dies kein besonders großes Problem. Er erkennt die nötigen Details im Bruchteil einer Sekunde und trifft in der Regel instinktiv die richtige Entscheidung. Für Roboter hingegen stellt dies eine enorme Herausforderung dar. Boston Dynamics hat sich daher nun externe Hilfe eingekauft und das Silicon Valley Startup Kinema Systems übernommen. Wichtigstes Produkt der neu übernommenen Firma: Eine Software die künstliche Intelligenz einsetzt, um Robotern zu ermöglichen, ihre Umgebung dreidimensional zu erfassen. Kombiniert mit den erstaunlichen motorischen Fähigkeiten der Produkte von Boston Dynamics könnten so bald intelligente Maschinen entstehen, die sich in die normalen Arbeitsabläufe integrieren lassen und nicht auf eine einzige sich immer wiederholende Tätigkeit beschränkt bleiben.

Die Software kann bei allen Robotern genutzt werden

So können dem Roboter beispielsweise Paletten mit unterschiedlich großen Paketen angeliefert werden, die dieser dann selbstständig sortiert und weiter prozessiert. Eine spezielle Vorsortierung ist nicht nötig. Durch die dahinter stehende Software wird jedes Paket einzeln erkannt und entsprechend seiner Gegebenheiten angefasst – ähnlich wie dies auch beim Menschen der Fall ist. Die Software von Kinema Systems ist zudem nicht auf einen Roboter zugeschnitten, sondern kann großflächig zum Einsatz gebracht werden. Auch die anderen Produkte von Boston Dynamics dürften in Zukunft also von der Übernahme profitieren. Dann könnte es der Firma endlich gelingen, nennenswerte Einnahmen zu erzielen. Allerdings ist gerade in der Logistik-Branche die Konkurrenz auch groß. Amazon beispielsweise entwickelt Roboter in Eigenregie.


Via: Tech Crunch

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