Wie viele Jobs durch die zunehmende Digitalisierung und Automatisierung verloren gehen werden, wurde bereits in einer Vielzahl an Studien untersucht. So kamen Analysten der ING-DiBa vor einiger Zeit zu dem Ergebnis, dass rund 59 Prozent aller Arbeitsplätze in Deutschland durch Roboter bedroht sind. Zur Wahrheit gehört aber auch: In einer sich verändernden Wirtschaft gehen nicht nur Jobs verloren, sondern es entstehen auch neue. So rechnet das „Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)“ der Bundesagentur für Arbeit mit 490.000 Stellen, die bis zum Jahr 2025 durch die Automatisierung verloren gehen. Auf der anderen Seite entstünden aber auch 430.000 neue Jobs. Es handelt sich aber in beiden Fällen nur um allgemeine Schätzungen. Für die meisten dürfte aber eine andere Frage entscheidend sein: Wie ist es um die Zukunft meines eigenen Jobs bestellt?


Vor allem standardisierte Jobs mit Routine-Aufgaben sind in Gefahr

Die „Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD)“ hat daher nun einen Online-Test veröffentlicht. In diesem müssen verschiedene Fragen zur aktuellen Beschäftigung beantwortet werden. Anschließend wird dann eine Analyse erstellt, wie gefährdet die Stelle zukünftig sein wird. Hinzu kommt: Es wird auch erläutert, aufgrund welcher Angaben die Einschätzung getroffen wurde. Wer also vor allem standardisierte Arbeiten ohne Führungsverantwortung ausführt, muss eher damit rechnen durch einen Roboter ersetzt zu werden, als jemand der auf komplexe Sachverhalte reagiert und Mitarbeiter unter sich hat. Das Ziel des Tests ist es allerdings nicht, den Menschen Angst zu machen. Vielmeher sollen sie für die Notwendigkeit von Weiterbildungen sensibilisiert werden, um sich frühzeitig auf den Arbeitsmarkt von Morgen vorzubereiten.


Der Test zeigt nur eine Tendenz an

Allerdings beantwortet der Test nicht die Frage, in welchen Bereichen man sich fortbilden soll. Grundsätzlich gilt hier aber: Gefragt sind in Zukunft vor allem analytische und sozial interaktive Fähigkeiten. Wem das zu allgemein ist, der kann sich auch beraten lassen. Unter anderem die Bundesagentur für Arbeit bietet Ansprechpartner mit der entsprechenden Expertise. Zu ernst sollte man den OECD-Test zudem nicht nehmen: Auch wenn eine hohe Gefährdung des eigenen Arbeitsplatzes prognostiziert wird, bedeutet dies nicht, dass man schon Morgen auf der Straße steht. Umgekehrt gilt aber auch: Eine gute Prognose sollte nicht dazu führen, dass man sich gar nicht mehr weiterbildet. Eine interessante Spielerei ist der Online-Test aber auf jeden Fall.

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1 Kommentar

  1. Christoph

    12. Februar 2019 at 14:38

    Zu ernst sollte man die Bundesagentur für Arbeit auch nicht nehmen. Wer mit denen mal mehr zu tun hatte, wird wissen, was ich meine.

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