Die Initiative Wifi4EU wurde vor etwas mehr als einem Jahr ins Leben gerufen. Seit März konnten sich interessierte Kommunen bei der Europäischen Union bewerben. Insgesamt taten dies europaweit rund 13.000 Städte und Gemeinden – von denen nun 2.800 ausgewählt wurden. Auch wer in Deutschland öfter mal auf der Suche nach einem kostenlosen Hotspot ist, darf sich freuen: Hierzulande sind 224 Kommunen dabei. Die vollständige Liste kann hier heruntergeladen werden und reicht von A wie Althengstett bis Z wie Zella-Mehlis. Es handelt sich aber keineswegs nur um kleine Ortschaften. Vielmehr sind mit Gießen und Wiesbaden beispielsweise auch zwei größere hessische Städte vertreten. In der ersten Förderrunde wurden damit 42 Millionen Euro ausgeschüttet. Insgesamt stehen 120 Millionen Euro zur Verfügung.


WLAN Hotspots auf dem Vormarsch
Gratis WLAN Hotspots auf dem Vormarsch

Die Städte erhalten Gutscheine in Höhe von 15.000 Euro

Die Fördermaßnahme wurde zudem bewusst offen gestaltet. Die Städte und Gemeinden erhalten daher lediglich einen Gutschein in Höhe von 15.000 Euro und können selbst entscheiden, wie das Geld investiert wird. So kann komplett neue WLAN-Infrastruktur gekauft werden, es können aber auch bereits vorhandene Hotspots technisch aufgerüstet werden. Auch die Frage, wo das kostenlose WLAN zur Verfügung gestellt wird, wird direkt vor Ort entschieden. Allerdings darf dort noch kein ähnliches Angebot zur Verfügung stehen. Ansonsten hat die EU noch einige Bedingungen festgeschrieben: So muss der Hotspot mindestens drei Jahre lang kostenfrei und ohne Werbung betrieben werden. Außerdem soll eine Geschwindigkeit von mindestens 30 Mbit/s beim Downlink erreicht werden.

Berlin und Düsseldorf haben schon selbst gehandelt

Auch Städte und Gemeinden, die jetzt noch nicht zum Zug gekommen sind, dürfen sich noch Hoffnung auf eine EU-Förderung machen. Schon Anfang nächsten Jahres soll die Ausschreibung für eine weitere Förderrunde veröffentlicht werden. Einige Städte haben allerdings auch schon in Eigenregie für eine Internetversorgung unterwegs gesorgt. So wurden beispielsweise in der Berliner Innenstadt 650 WLAN-Hotspots installiert. Auch in Düsseldorf kann in Zentrumsnähe kostenfrei gesurft werden. Andere Metropolen auf der Welt sind noch einmal deutlich weiter: So werden in New York etwa Mülleimer und alte Telefonzellen als Hotspots genutzt. Die Initiative der EU soll nun dafür sorgen, dass solche und ähnliche Lösungen auch flächendeckend zum Einsatz kommen.


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