Neue Ideen für Windturbinen für Entwicklungsländer
Neue Ideen für Windturbinen für Entwicklungsländer

In der heutigen Zeit werden rund 19% des weltweiten Energiebedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt. Allein Windkraftwerke und Windenergieanlagen erlebten in den vergangenen knapp 10 Jahren einen Super Boom. Von gerade mal 6,1 GigaWatt Leistung im Jahr 1996 erlebte Windenergie einen kolossalen Zuwachs auf mehr als 200 GW in diesem Jahr. Und das beste, die Anlagen werden smarter, effizienter, günstiger. So smart und günstig, dass Entwicklungsländer auf Dauer von dieser Entwicklung profitieren werden.


Der Wandel kommt früher oder später

Windkraft alleine wird mehr als 8% des weltweiten Stromkonsums bis 2018 abdecken. Das ist eine gute Nachricht. Allerdings kämpft die Industrie mit allerlei Problemen. Vor allem die Technik ist noch nicht ausgereift, die Größe der Kraftwerke gehen ins überdimensionale, die hohen Kosten und die Anforderungen an das Material sprengen die Bilanzbücher. Außerdem sind große Windgeneratoren viel Anfälliger auf Stürme und Blitze und die Lärmerzeugung während einer Umdrehung kratzt meist an der 60 Dezbibel Grenze, was vor allem Bewohner, die im unmittelbaren Umkreis wohnen, stört.

Nichts destotrotz kann man davon ausgehen, dass grüne Technologien in der Zukunft den Vorzug erhalten, auch wenn sie teurer sind, die Menschen werden einsehen müssen, dass es nur eine saubere Welt eine gute Welt ist. Um den vorher genannten Problemen entgegenzukommen und zu zeigen, wie meist gewöhnliche Menschen günstigere erneuerbare Lösungen schaffen, beschäftigt sich dieser Artikel mit den Problemlösungen und zeigt, dass vor allem Entwicklungsländer von einfachen Erfindungen profitieren können und vermutlich auch in Zukunft werden. Die folgenden Ideen sind auf pure Praktikabilität und Effizienz getrimmt und zeigen einen Weg in eine Zukunft, in der erneuerbare Energie noch viel kostengünstiger erzeugt werden kann, als es bisher getan wird.


1. Motorwind – Eine Mikro Windturbinen Technologie

Motorwind - Die Mikro-Windturbine
Motorwind - Die Mikro-Windturbine

Die Mikro-Windturbine „Motorwind“ sieht aus wie ein Geflecht aus vielen kleinen Plastikzahnrädern. Diese wurden mit Rotoren ausgestattet, sodass sie allein durch Wind angetrieben werden. Auf einem Dach platziert kann dieses Leicht-Plastik Konstrukt schon bei einer Windgeschwindigkeit von 2 Metern pro Sekunde Energie erzeugen. Das System wie es auf dem Foto zu sehen ist, gibt es inklusive Generator für knapp 100 Euro. Bei durchschnittlich 5 km/h wird, laut einem LeistungsTest, mit diesem leichten und kompakten Design ca 131 kWh/ Jahr erzeugt.  Die Mirko-Windenergie-Anlage wurde an der Universität Hongkong und in Zusammenarbeit mit Motorwave Ltd. entwickelt.

2. Low Cost Windturbine Guatemala

Kostengünstige Windturbinen für Guatemala
Kostengünstige Windturbinen für Guatemala

Diese praktische Windanlage  wurde von David Fisher erfunden. Die Anlage besticht durch gekrümmte Schaufeln auf einer vertikalen Achse angelegt. Für den Bau wurde lediglich kostengünstige Kunststoffkomponenten genutzt. Die Anlage wird durch einen elektromagnetischen Generator ergänzt. Das ganze System wurde speziell für Entwicklungsländer entwickelt, die sehr wenig Geld haben um in Energie zu investieren. Dank der benutzten Materialien ist es David Fisher gelungen, die Idee in eine tragfähiges Konzept zu verwandeln.

3. Low-Cost-Windturbine aus recycelten Materialien

Max Robson - Die Turbine aus Schrott
Max Robson - Die Turbine aus Schrott

Max Robson, Produkt Design Student, kreierte mit seiner Low-Cost-Windturbine aus recyceltem Material das letzte Beispiel für kostengünstige Windanlagen. Die Windturbine wurde nur aus Schrott hergestellt und der Prototyp der Windturbine erzeugt eine Leistung von bis zu 11,3 Watt. Die Gesamtkosten betrugen für das Windkraftwerk gerade einem 25 Euro. Und das beste ist, die Kosten werden nochmal um ein vielfaches nach unten gehen, wenn man mit dem Ding in die Serienproduktion geht. Der unkomplizierte Mechanismus und das simple Design der Anlage hat zur Folge, dass auch ungelernte Arbeitskräfte in Entwicklungsländern vor Ort, diese Anlage bauen, aufstellen und funktionstüchtig machen können und das ganze binnen eines Tages.

Bild & Quelle

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1 Kommentar

  1. Achmed Khammas

    10. April 2012 at 17:56

    Neben diesen drei Ideen gibt es VIELE weitere, die z.T. auch wesentlich sinnvoller sind. „Motorwind“ arbeitet schon seit Jahren an weiteren Umsetzungen – die dann allerdings auch INNERHALB der 3.-Welt-Länder selbst hergestellt werden sollten, die „Guatemala“-Windmühle ist ein relativ ineffektiver Savonius-Rotor, und „Max Robson“ ist nicht in der lage zu kapieren, daß ein „geschlitztes Rotorblatt“ nicht nur einfacher herstellbar, sondern auch noch um rund 30 % effizienter ist…

    Hier gibt es mehr zu den neuen Konzepten: http://www.buch-der-synergie.de/c_neu_html/c_08_11_windenergie_neue_designs.htm

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