Erneuerbare Energien sind die Zukunft. Die Umstellung der globalen Energieversorgung schreitet langsam, aber unaufhaltsam voran. Neben Solarenergie spielt Windenergie dabei eine wichtige Rolle – die Windenergie-Branche wächst ungefähr genauso schnell wie die Sonnenenergie-Branche. Das Global Wind Energy Council (GWEC) veröffentlichte kürzlich in Peking einen Bericht, nachdem bis 2020 20 Prozent der weltweit verwendeten Energie aus Windkraft kommen könnte.


Windenergie Windräder
Foto: Wind power, Håkan Dahlström, Flickr, CC BY-SA 2.0

224 Millarden US-Dollar Investment pro Jahr

Als treibender Wachstum hinter dem Wachstum der Branche in den nächsten Jahren wird der UN-Klimagipfel in Paris aus dem letzten Jahr gesehen. Das GWEC sagt auf dieser Basis voraus, dass die weltweite Kapazität für Windenergie in den nächsten 14 Jahren um das fünffache steigen wird. Bis 2030 können 2.110 Gigawatt Windenergie bereitstehen.

Um diese Zahlen zu erreichen ist nach Ansicht des GWEC ein Investment von weltweit 224 Milliarden US-Dollar pro Jahr in die Windenergie-Infrastruktur erforderlich. Die Bereitstellung von 2.110 Gigawatt sauberer Windenergie würde die weltweite Kohlenstoffdioxid-Emissionen um 3,6 Milliarden Tonnen jährlich senken.


China produziert am meisten Windenergie und hat das größte Wachstum

Momentan steht ein bisschen unerwartet China an oberster Stelle der Windkraft-Nationen. Im letzten Jahr gelang es dem Reich der Mitte, die Windenergiekapazität um 17 Prozent um Vergleich zum Vorjahr zu erhöhen. Trotz der hohen Kapazitäten fällt es China allerdings schwer, die so gewonnene Energie effizient zu nutzen. Nach Angaben der chinesischen Energiebehörde wurden in der ersten Hälfte dieses Jahres nahezu 21 Prozent der produzierten Windenergie verschwendet. Die konkurrierenden Energieformen wie Kohle- oder Atomenergie machen es schwer, die Windenergie effektiv ins Netz einzuspeisen. China verpflichtete sich Anfang des Jahres, 1000 Kohleminen zu schließen. Dennoch konkurriert die Kohleenergie weiterhin deutlich mit der Windenergie.

China und viele andere Länder auf der Welt werden ihr Stromnetz erheblich restaurieren und verbessern müssen, bevor sie effektiv Nutzen aus Windenergie ziehen können. 40 Prozent der Verschwendung von Windenergie in China geschah in Regionen, die ohnehin nur unzureichend an das nationale Stromnetz angeschlossen sind. Der Fehler liegt daher im Bereich der Infrastruktur und weniger im Potential erneuerbarer Energien. Neben dem Verzicht auf fossile Brennstoffe bei der Stromproduktion müssen Regierungen weltweit also auch in das Stromnetz investieren, um die Vorteile von Windenergie nutzen zu können.

via Inhabitat.com

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