Das Ziel steht klar vor Augen, allein der Weg dorthin macht noch Sorgen: Bereits im Jahr 2030 soll der Anteil der erneuerbaren Energien in Deutschland bei 65 Prozent liegen. Der verstärkte Windkraftausbau gehört zur Problemlösung mit dazu, doch für den Bau von Windrädern existieren hierzulande weiterhin starke Beschränkungen. Dazu gehört auch der strenge Artenschutz.


Von Foto: Martina Nolte, Lizenz: Creative Commons by-sa-3.0 de, CC BY-SA 3.0 de, Link

Keine Einigkeit zur Lockerung des Artenschutzes

Wirtschafts- und Energieminister Peter Altmaier hat nun einen 18-Punkte-Plan ausgearbeitet, der zum verstärkten Bau von Windkraftanlagen führen soll. Und an diesem Papier wird wieder einmal klar, dass lokaler Umweltschutz nicht immer mit dem Thema Klimaschutz vereinbar ist: Der Artenschutz soll dort, wo neue Windräder entstehen, nicht mehr ganz so ernst genommen werden: Die Anlagen werden als dem aktuellen Naturschutzgesetz übergeordnet angesehen. Im Kabinett herrscht über diesen Aspekt allerdings noch keine Einigkeit, es kann also noch Änderungen geben. Die meisten anderen Punkte jedoch gelten als unumstritten, dazu gehört auch der Sicherheitsabstand zu Wohnsiedlungen.

Einheitlicher Mindestabstand von Wohnsiedlungen

Der Mindestabstand zwischen einer Windkraftanlage und einer Wohnsiedlung soll demnächst verbindlich in ganz Deutschland 1.000 Meter betragen. Bis jetzt gab es kein bundeseinheitliches Gesetz zum Abstand, in Bayern gilt die sogenannte 10-H-Regel: Jedes Windrad muss den Abstand seiner zehnfachen Höhe von menschlichen Ansiedlungen halten. Da viele Windräder um die 200 Meter hoch sind, beläuft sich der Mindestabstand zumeist auf etwa 2.000 Meter. Berechnungen besagen, dass bei einem pauschalen Abstand von 1.000 Metern die für Windkraft nutzbare Fläche um 20 bis 50 Prozent reduziert wird. Altmaier erhofft sich, durch diesen Schritt die Akzeptanz für Windkraft zu erhöhen und dazu eine solide Rechtssicherheit zu schaffen.


Noch ein weiterer Punkt ist erwähnenswert: Kommunen sollen die Möglichkeit bekommen, gesonderte Hebesätze für Grundstücke mit Windrädern zu erheben. Diese dürfen dann durchaus höher ausfallen, damit die jeweilige Gemeinde von der Ansiedlung eines Windparks finanziell profitiert. Das soll Kommunalpolitikern den Anreiz geben, sich mehr für die regionale Windkraft einzusetzen.

Quelle: welt.de

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