Leidet der Körper an Sauerstoffmangel kann das schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. Herz- und Lungenerkrankungen sind die häufigsten Auslöser einer Sauerstoffunterversorgung des Blutes. Darüber hinaus können aber auch extreme Höhen oder starke Kälte ebenfalls zu einer Sauerstoffarmut und Blaufärbung der Haut und Schleimhäute führen. Wissenschaftler der University of California (UC) Berkeley haben nun einen Sensor entwickelt, der wie ein Pflaster an der Fingerkuppe befestigt werden kann und stets den Sauerstoffgehalt im Blut misst.


Sauerstoffarmes Blut absorbiert mehr Rotlicht

Das Pflaster besteht aus roten und grünen LEDs, die aus organischen Material gefertigt wurden. Das Trägermaterial, welches auch als eine Art Pflaster bezeichnet kann ist aus flexiblen Plastik. Erste Tests haben bereits zufriedenstellende Ergebnisse herbeigeführt. Der Sensor funktioniert und misst via Infrarot den Sauerstoffgehalt des Blutes. Dabei wird gemessen, wie viel Rotlicht vom Blut absorbiert wird. Je dunkler das Blut ist, desto mehr Rotlicht wird absorbiert. Das wiederum ist ein Indikator für den Sauerstoffgehalt im Blut.


Die Wissenschaftler nutzen bei den Prototypen organische Elektronik, die auch in Zukunft vermehrt zum Einsatz kommen wird. Schließlich sind organische Elektroden sehr flexibel und können sich somit bestens dem menschlichen Körper anpassen. Ein weiterer Vorteil der neuen Sensoren ist, dass diese wesentlich günstiger hergestellt werden können als konventionelle Erzeugnisse. Den Forschern zufolge wird auch über die Produktion von Einweg-Sensoren nachgedacht. Weitere Informationen zu diesem spannenden Themenfeld können in der Fachzeitung Nature nachgeschlagen werden.

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