Im Jahr 1588 segelte eine riesige spanische Flotte – die so genannte Spanische Armada – in Richtung England. Das Ziel: Die Eroberung der britischen Inseln. Als größte Seemacht der damaligen Zeit, schien kein Gegner in der Lage, die spanischen Schiffe aufzuhalten. Dann allerdings schlug das Wetter zu: Ungünstige Winde und zahlreiche Stürme setzten der Armada zu und verhinderten letztlich die Invasion Englands. Spätestens seitdem ist den Militärstrategen klar, welch gewaltigen Einfluss das Wetter auf das Kriegsglück haben kann. Und beinahe ebenso lange sinnieren Wissenschaftler über Möglichkeiten, das Wetter entsprechend zu beeinflussen.


Künstliche Wolken sollten deutsche Bomber verwirren

Bisher allerdings waren diese Versuche zumeist nicht wirklich von Erfolg gekrönt. So versuchten britische Wissenschaftler im ersten Weltkrieg künstliche Wolken zu erzeugen, die deutschen Kampffliegern die Sicht nehmen sollten. Die Versuche misslangen. Rein technisch erfolgreicher waren amerikanische Wissenschaftler, denen es im Vietnam-Krieg gelang, den Niederschlag in bestimmten Gebieten um rund 30 Prozent zu erhöhen. Dies sollte das Einsickern von Material und feindlichen Kämpfern nach Südvietnam behindern – erwies sich aber als untaugliche Maßnahme.


Nun allerdings weist der Wissenschaftler Alan Robock daraufhin, dass der amerikanische Auslandsgeheimdienst CIA, Studien der „National Academy of Sciences“ finanziert, die sich mit technischen Möglichkeiten zur Bekämpfung des Klimawandels beschäftigen. So könnten beispielsweise künstliche Wolken die Reflexivität der Erdoberfläche verringern. Solche Überlegungen sind allerdings noch weit entfernt davon, tatsächlich umgesetzt werden zu können.

CIA soll Interesse öffentlich begründen

Robock interessiert sich daher auch weniger für die Ergebnisse der Studie, als für die Frage, weshalb die CIA zur Finanzierung beiträgt. Die Bekämpfung des Klimawandels gehört jedenfalls nicht zum Aufgabengebiet des Geheimdiensts. Der Schluss liegt daher nahe, dass die Geheimdienstler die entsprechenden Techniken eigentlich eher im Rahmen ihrer Auslandsoperationen einsetzen möchten. Robock fordert daher eine detaillierte Erklärung, für das Interesse der CIA am Geo-Engineering.

Quelle: The Guardian

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