Autofahrer wissen längst: Im Laufe des Tages schwanken die Benzinpreise an den Tankstellen sehr stark. Teilweise liegen die Unterschiede bei bis zu zehn Cent pro Liter. Im Laufe der Zeit haben sich daher verschiedene Mythen etabliert, wann man am besten den Tank auffüllen sollte. Wirtschaftswissenschaftler der Goethe-Universität in Frankfurt am Main sind der Frage nun auch wissenschaftlich nachgegangen. Dabei erkannten sie ein Muster. Demnach erhöhen die Tankstellen fünf Mal am Tag die Preise sehr drastisch – um sie danach schrittweise wieder abzusenken. Aus dieser Erkenntnis lässt sich schlussfolgern, dass ihr am besten unmittelbar vor der großen Preisanhebung zur Tankstelle fahrt. Konkret wären dies die folgenden vier Zeiträume:


1.Zwischen 09.00 und 10.00 Uhr

2.Zwischen 12.00 und 13.00 Uhr


3.Zwischen 15.00 und 16.00 Uhr

4.Zwischen 20.00 und 21.00 Uhr

Shell
Foto: Shell

Das steckt hinter den Preisschwankungen

Eine Garantie, dass der Sprit dann tatsächlich besonders günstig zu haben ist, gibt es aber natürlich nicht. Den Daten der Vergangenheit zufolge kommt ihr auf lange Sicht aber am preiswertesten weg, wenn ihr euch an diese Zeitfenster haltet. Warum aber folgen die Tankstellen oftmals dem selben Muster? Den Ökonomen zufolge liegt dies an einer etwas merkwürdigen Form des Preiskampfes. So würden sich die einzelnen Stationen gegenseitig jeweils unterbieten, um so Kunden anzuwerben. Ist aber eine gewisse Untergrenze erreicht, lohnt sich das Spiel nicht mehr. Dann werden die Preise stark angehoben und der Zyklus beginnt von vorne.

Auch das Kartellamt hat sich die Tankstellen bereits näher angeschaut

Weil dies zumeist mehr oder weniger parallel erfolgt, hatte vor einiger Zeit auch das Bundeskartellamt eine Untersuchung eingeleitet. Doch der Verdacht, dass es sich um illegale Absprachen zwischen den einzelnen Betreibern handelt, konnte nicht erhärtet werden. Vielmehr kamen auch die Kartellwächter zu einem ähnlichen Schluss wie die Frankfurter Wirtschaftswissenschaftler in ihrer Studie. Inzwischen haben Kunden aber zumindest eine Möglichkeit sich gegen all zu hohe Preise zu wehren, indem sie mittels App die günstigste Tankstelle in der Umgebung heraussuchen. Abgesehen davon gibt es auch bestimmte Tage, an denen die Spritpreise besonders hoch sind – etwa vor Brückentagen oder zu Beginn der Schulferien.

Via: Universität Frankfurt

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