Die zehnte Folge der dritten Staffel „Die Höhle der Löwen“ steht bevor. Auch in der letzten Woche konnte Vox mit insgesamt 3,32 Millionen Zuschauer wieder einen gehörigen Marktanteil für sich behaupten. Die Startup-Sendung entpuppt sich zunehmend zu einem echten Wochen-Highlight, welches das TV-Programm gehörig aufwertet. Auch in dieser Runde werden die teilnehmenden Investoren Frank Thelen, Jochen Schweizer, Judith Williams, Ralf Dümmel und Carsten Maschmeyer wieder mit spannenden Produkten konfrontiert.


wizardo-masken

Wizardo

Wizardo ist ein Onlineshop, der über 200 Produkte führt und hauptsächlich Masken für Fasching, Halloween und Spaß-Events vertreibt. Die flexiblen und leicht überziehbaren Latexmasken produziert der Wizardo-Gründer Steffen Oppermann noch selbst in einer kleinen Firma, die in der Nähe von Hamburg ansässig ist. Die Masken sind recht einzigartig und werden mit viel Liebe zum Detail gefertigt. Steffen Oppermann ist eigentlich Gynäkologe, in der Freizeit bastelt er jedoch Masken. Angefangen hat alles, als Elfenohren für eine Schulaufführung benötigt wurden. Das ist nun knapp 15 Jahre her. Seit dem hat der Gründer sein Hobby vermehrt zum Beruf gemacht und möchte in naher Zukunft die ganze Welt mit seinen Masken beliefern. Ein Zwischenstopp ist nun erst einmal die Höhle der Löwen. Der 39-Jährige erhofft sich mit Jochen Schweizer oder Ralf Dümmel gute Partner mit in das Boot holen zu können. Für 85.000 Euro bietet er 20 Prozent an seiner Wizardo-Firma. Mit dem Investment möchte Oppermann die Verpackungen verbessern und auch neue Produktlinien auf den Markt bringen. Ob ein Investment zustande kommt, bleibt abzuwarten.


my-chipsbox-1

myChipsbox

Das Ehepaar Ebru Kaynak Erol Kayna hat viel Zeit und Mühe in das Chips-Startup „myChipsbox“ gesteckt. Das besondere der Chips-Box ist zum einen die Verpackung, welche die Chips auch in der Einkaufstasche vor dem Zerbröseln bewahren soll und zum anderen der Inhalt der Tüten. Die in der kleinen Manufaktur gefertigten Chips setzen sich von der Konkurrenz ab und glänzen mit Vielfältigkeit, einem besonderen Mix der Zutaten und mit Bio-Qualität. Natürlich steht aber auch neben der Optik und dem Knuspererlebnis der Geschmack im Vordergrund. Die Chips schmecken noch richtig kartoffelig. Neben reinen Kartoffelchips mit verschiedenen Geschmacksrichtungen, wird auch ein Mix aus Kartoffel- und Gemüsechips angeboten. Die Box kostet einen Euro mehr, bietet aber noch mehr Abwechslung. Mit den glutenfreien Chips, die gänzlich ohne Geschmacksverstärker auskommen und auch vegan sind möchte das Unternehmen zur Nummer 1 im Bereich der Biosnacks werden. Dazu sind die Chips bereits in Bioläden und in einigen Einzelhandelsketten gelistet. Um das ehrgeizig gesteckte Ziel des Marktführers in der Nische zu erreichen, benötigt das Erfinderehepaar 200.000 Euro. Dafür würden die beiden 12,5 Prozent von der myChipsBox GmbH abgeben.

 Filii-Barefoot: Brigitte, Tochter Gulia, Thorsten Weiß Foto: VOX
Filii-Barefoot: Brigitte, Tochter Gulia, Thorsten Weiß Foto: VOX

Filii-Barefoot

Filii-Barefoot ist der erste Barfußschuh für Kinder. Mit diesen Schuhen soll der natürliche Gang und die gesunde Körperhaltung der Kinder beibehalten werden. Neusten Studien zufolge sollen Kinderschuhe ja schützen und nicht stützen. Brigitte und Thorsten Weiß haben die Filii-Barefoot Schuhe entwickelt und setzen dabei auf das vollste Gesundheitsbewusstsein. Die Filii-Schuhe bestehen aus einer dünnen, flexiblen Sohle, die allerdings auch strapazierfähig ist und die sensomotorischen Fähigkeiten sowie den Gleichgewichtssinn der Kinder stärken soll. Durch das Weglassen jeglicher Stütz- und Formeinlagen, werden auch der Muskel- und Sehnenaufbau gefördert. Vom Design her sind die Schuhe kindgerecht aufgemacht, aber nicht zu kitschig. Geboten werden Schuhe für Drinnen und Draußen. Im Onlineshop von Filii-Schuhe kann man auch über den Schuhkonfigurator selbst Schuhe zusammenstellen. Die Outdoor Schuhe starten bei 50 Euro und die Indoor-Schuhe bei knapp 30 Euro. Brigitte wollen ihr gesundes Schuh-Lable weiter ausbauen und benötigen dafür 125.000 Euro von den Löwen. Die Investoren können sich dabei 10 Prozent an dem Unternehmen sichern.

scuddy-roller-hoehle-der-loewen
Scuddy: Jörn Jacobi (l.) und Tim Ascheberg Foto: VOX / Bernd-Michael Maurer

Scuddy

Das Wort Scuddy setzt sich aus „Scooter“ und „Buddy“ zusammen. Darunter wird ein elektrisch betriebener Dreiachsenroller mit 1,5KW Leistung gelistet. Tim Aschenberg und Jörn Jacobi, beides Maschinenbauingenieure, sind Experten auf dem Gebiet Motoren und haben den Scuddy entwickelt. Der Scuddy wird nicht nur elektrisch betrieben, was für bequemes Vorankommen sorgt, sondern kann auch zu einem kleinen Würfel zusammengeklappt werden. Damit ist der Roller transportfähig und handlich, so dass das Gefährt fast überall mit hingenommen werden kann. Auch der Akku ist schon ein kleines Highlight für sich. Schließlich kann dieser entnommen und innerhalb einer Stunde an einer gewöhnlichen Steckdose wieder vollkommen aufgeladen werden. Die Scuddy-Gründer wollen heute Abend in der Höhle der Löwen einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Der Roller an sich ist schon ganz nett, allerdings dürfte auch das Angebot der Gründer für eine Überraschung sorgen. Sie möchten gern einen Euro von den Löwen und bieten dafür 10 Prozent des Unternehmens. Das Unternehmen hätte danach eine Bewertung von 10 Euro. Immer wieder sind in der Vergangenheit Deals mit den Löwen geplatzt, weil Unternehmer eine zu hohe Bewertung aufgerufen haben. Vor allem Frank Thelen ist hier ziemlich empfindlich. Umso spannender wird es dann bei der Scuddy-Forderung. Geld spielt eher eine sekundäre Rolle, vielmehr möchten die Gründer auf das Know-How in Marketing und Vertrieb sowie auf die Netzwerke der Löwen zurückgreifen wollen. Ein lukratives Angebot für alle fünf Löwen. Bisher hat es jedoch nur der Erfinder des eBall, Uli Sambeth, geschafft alle Löwen für ein gemeinsames Investment zu gewinnen. Bei Amazon können der Scuddy für 1.499 Euro und der Scuddy Light für 999 Euro erworben werden.

marvel-boy
Marvel Boy-Gründer Matthias Gehring Foto: VOX / Bernd-Michael Maurer

Marvel Boy

Mit „Robi“ gab es eine Zeit lang sprechende Softeis-Automaten, die leckeres Eis zapften. Als nach und nach Beschwerden reinkamen, da die Milch in den Behältern der Robis zu schnell verdarb und zudem auch aus hygienischen Gründen ein Aufstellen nicht mehr gewährleistet werden konnte, war es das zunächst mit den Teilen. Der Eis-Roboter könnte jedoch in der Form des Marvel Boy wieder eine Renaisssance erleben. Matthias Gehring ist der Erfinder des Marvel Boy, der auf einer Idee aus Peking basiert. So besuchte der Bürgermeister der Gemeinde Wilen-Gottshaus eine Food Messe in Peking und stieß dabei auf einen Eis-produzierenden Mini-Roboter. Diesen wollte er auch in die Schweiz holen, um Jung und Alt ebenfalls begeistern zu können. Es folgten mehrere Stunde harte Arbeit, bis der erste Prototyp fertig gestellt werden konnte. Nun schaffte es der Marvel Boy in die Höhle der Löwen und zaubert mit dem 6-Achsen-Roboterarm leckeres Softeis. Die Maschine zapft das Eis völlig autonom und ohne menschliche Hilfe. Die Zubereitung ist mit Sicherheit ein Highlight und auch ein Hingucker. Über einen Touchscreen kann der Kunde selber bestimmen, welches Eis der Roboter fertigen soll. Eine Sprachsteuerung würde sich ebenfalls gut machen. Um den Prototypen verbessern zu können, benötigt der Erfinder des Marvel Boy 250.000 Euro. Der Schweizer bietet dafür 30 Prozent seiner Firma. Für den Hausgebrauch dürfte der Marvel Boy wohl weniger geeignet sein. Denkbar ist allerdings, dass der Eis-Robi in Zukunft für Kindergeburtstage oder Firmen-Feiern gemietet werden kann.

earebel-hoehle-der-loewen
Die Löwen mit Eareble-Mützen Foto: VOX / Stefan Gregorowius

Earebel

Dem Höhle der Löwen Teaser zufolge, scheinen die Löwen von den Eareble Mützen mit integrierten Kopfhörern sehr angetan zu sein. Wir haben vergleichbare Produkte schon 2012 getestet. Dennoch sollen die Earebel Mützen und Stirnbänder einen besonderen musikalischen Genuss ermöglichen und das nicht nur beim Spazierengehen oder Joggen, sondern auch beim Ski- und Snowboardfahren zum Einsatz kommen. Umweltgeräusche werden nicht abgeschirmt, so dass auch für die entsprechende Sicherheit beim Outdoor-Sport gesorgt werden kann. Zusätzlich verfügen die Earebel Mützen auch über eine Freisprecheinrichtung. Zum Waschen der Mützen können die Kopfhörer ganz einfach herausgenommen werden. Um das Marketing und auch den Vertrieb weiter ausbauen zu können, benötigen die Gründer 125.000 Euro Euro und können dafür 10 Prozent Unternehmensanteile an die Löwen abgeben. Die Mützen sind ab 111 Euro bei Amazon erhältlich.

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.