Offiziell sind die Vereinigten Staaten aus dem Pariser Klimaabkommen ausgestiegen. Folgerichtig nimmt die US-Regierung aktuell auch nur mit einer sehr kleinen Delegation an der Klimakonferenz in Madrid teil. Allerdings haben sich innerhalb der USA inzwischen mächtige Bewegungen etabliert, die weiterhin auf das Thema Klimaschutz setzen. So reiste beispielsweise Oppositionsführerin Nancy Pelosi selbstverständlich zu den Beratungen nach Spanien. Zahlreiche Bundesstaaten und Städte haben sich zudem freiwillig verpflichtet, die Vorgaben des Weltklimavertrags zu erfüllen. Nun hat der ehemalige Außenminister John Kerry ein neues Bündnis initiiert. Unter dem Namen „World War Zero“ sollen Politiker, Musiker, Schauspieler und Militärs parteiübergreifend vereint werden, um gemeinsam für mehr Klimaschutz zu werben.


Erderwärmung
Foto: Global Warming. The Earth became the newest Waterworld., Andrea Della Adriano, Flickr, https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/legalcode

Landesweite Gemeindeversammlungen sollen für Unterstützung sorgen

Zu den Unterstützern der Kampagne gehören auf Seiten der Politik unter anderem die ehemaligen republikanischen Gouverneure Arnold Schwarzenegger und John Kasich sowie Ex-Finanzminister Henry Paulson. Weitere prominente Teilnehmer sind unter anderem der Schauspieler Leonardo DiCaprio und der Sänger Sting. Auch einige hochrangige Militärbeamte haben sich zu den Zielen bekannt. Das Ziel der Initiative ist es, landesweit Gemeindeversammlungen zu organisieren und dort für den Kampf gegen den Klimawandel zu werben. Langfristig soll so eine Basis geschaffen werden, die zukünftig nicht mehr einfach übergangen werden kann. Der etwas martialisch klingende Name „World War Zero“ soll zum einen die Dramatik der Situation betonen. Zum anderen wird dadurch aber auch klargestellt, dass eine internationale Lösung angestrebt werden muss.

Schwarzenegger setzt auf „grüne Jobs“

Schwarzenegger, ehemaliger Gouverneur von Kalifornien, gehört schon seit längerem zu den Befürwortern von mehr Engagement in Sachen Klimaschutz und folgerichtig zu den schärfsten Kritikern von US-Präsident Trump. Insbesondere kritisiert er dessen Behauptung, zu strenge Umwelt- und Klimavorschriften würden Arbeitsplätze kosten. Tatsächlich kann er in diesem Punkt auf seine eigene Zeit als Gouverneur verweisen. So baute er die Erneuerbaren Energien in Kalifornien massiv aus und schuf dort zahlreiche gut bezahlte „grüne Jobs“. Mit solchen und ähnlichen Argumenten sollen nun auch Leute überzeugt werden, die sich bisher noch nicht intensiv mit dem Thema beschäftigt haben. Kurzfristig ist dadurch keine Veränderung der aktuellen US-Politik zu erwarten. Langfristig könnte die gesäte Saat aber durchaus aufgehen.


Via: Die Zeit

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