Google hat es vorgemacht. Der US-Konzern ist heute nicht nur mit seiner Suchmaschine auf vielen Computern präsent, sondern auch mit dem konzerneigenen Webbrowser „Chrome“. Dieser entstand im Rahmen des Open Source Projekts „Chromium“. Der russische Suchmaschinenbetreiber Yandex hat nun einen Webbrowser entwickelt, der ebenfalls auf dieser Plattform basiert – sich aber dennoch von „Chrome“ unterscheidet. Nach Angaben des Unternehmens sollen die Inhalte der aufgerufenen Webseiten in den Fokus gerückt werden und der Browser selbst in den Hintergrund treten.


Tatsächlich ist das Erscheinungsbild der jetzt veröffentlichten Alphaversion des Yandex Browsers eher minimalistisch. Der Browser besteht lediglich aus einem Hintergrundbild und einem Eingabefeld, sowie einigen Kacheln mit den häufig genutzten Seiten. Ruft man dann eine Webseite auf, erinnert die Darstellung eher an eine App, als an eine im Browser geöffnete Homepage. Die geöffneten Tabs werden in einem kleinen Streifen am unteren Rand des Browsers angezeigt, während sich oben lediglich eine kleine Eingabemaske befindet.


Inhalte sollen zentral dargestellt werden

Diese Anordnung ist zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig, weil man sich zum Wechseln des Tabs nach unten orientieren muss, während zum Öffnen einer neuen Seite im gleichen Tab nach oben geschaut werden muss. Dadurch aber kann der zentrale Teil des Bildschirms zum Darstellen der Inhalte genutzt werden. Diese werden zudem Bildschirmfüllend angezeigt, es gibt also keine leeren Ränder rechts und links. Dies erscheint ganz praktisch, kann aber bei bestimmten Seiten auch zu Problemen führen.

Keine Revolution, aber eine mögliche Alternative

Was das Design angeht, ist die Alphaversion noch vergleichsweise unfertig. Da müssen die Entwickler noch einige Zeit investieren. Die grundsätzliche Handhabung des Browsers und die zugrunde liegende Idee lassen sich aber nachvollziehen. Der Yandex Browser ist keine revolutionäre Neuerfindung und wird den Browsermarkt nicht revolutionieren. Wer aber den App-Look mag oder ein grundsätzliches Misstrauen gegen amerikanische Konzerne hegt, bekommt mit Sicherheit eine interessante Alternative geboten.

Quelle: Geek

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