Eines der größten Hindernisse in der modernen Raumfahrt ist der finanzielle Aufwand, um Nutzlast ins All zu transportieren. Private Unternehmen wie etwa SpaceX versprechen, die Kosten zu senken, haben aber auch noch keine wirklich überzeugende Lösung präsentiert. Ein spanisches Unternehmen namens Zero2infinity hat nun eine innovative, günstige Methode vorgestellt, um kleinere Satelliten in die Erdumlaufbahn zu bringen.


Raketenstarts in 28 km Höhe

Die Schwerkraft der Erde zu überwinden kostet viel Energie. Besonders die erste Phase eines Raketenstarts, bei der die Rakete von der Erdoberfläche aus in den Himmel steigt erfordert viel Energie und verursacht damit Kosten. In der Regel verbraucht eine Rakete in den ersten Minuten Flugzeit mehr als 90 Prozent ihres Treibstoffs. Zero2infinity hat sich eine clevere Methode ausgedacht, um diese ersten Minuten effizienter zu gestalten. Die Lösung ist recht naheliegend: Mit dem „Bloostar“ genannten System soll der Raketenstart unter Zuhilfenahme eines Ballons an den Rand der Atmosphäre verlegt werden. So wäre deutlich weniger Schwerkraft und Luftwiderstand zu überwinden, die Raketenstarts wären demnach wesentlich effizienter.


„Bloostar“ soll kleinere Raketen bis auf eine Höhe von 28 Kilometer bringen, wo diese dann zünden können und ohne viel Mühe eine Höhe erreichen können, in der sie kleinere Satelliten in eine Erdumlaufbahn bringen können. Die verwendeten Raketen müssten nur noch einen Bruchteil der Energie entwickeln, die eine Rakete heute benötigt, um in eine stabile Umlaufbahn zu kommen. Aus diesem Grund wären sie nicht nur deutlich kleiner als aktuelle Modelle, sondern würden auch sehr viel weniger Treibstoff benötigen.

Wiederverwendbare Raketen bringen weitere Ersparnisse

Die Rakete, die Zero2infinity dabei einsetzen möchte, besteht aus drei ringförmigen Boostern, die ineinandergesteckt werden und kann 75 kg Nutzlast in eine Höhe von 600 km bringen. Sie eignet sich also hervorragend für Mikro- und Nano-Satelliten unter 50 kg Gewicht. Bis 2020 sollen weltweit insgesamt 2.000 solcher Satelliten gestartet werden.

Ähnlich wie auch SpaceX oder BlueOrigin arbeitet auch Zero2infinity daran, Raketen nach dem Start erneut zu verwenden. Diese Methode bringt weitere Ersparnisse bei Ressourcen und Kosten mit sich. Um die für Bloostar verwendeten Raketen wiederverwenden zu können ist allerdings noch einiges an Arbeit notwendig.

via Futurism

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