Ein niederländischer Bauer erlebte in diesem Sommer eine große Enttäuschung: Wegen der anhaltenden Dürre waren seine Pflaumen 3 mm zu klein gewachsen, sodass er sie nicht wie sonst den Supermärkten verkaufen konnte. Die gesamte Ernte, immerhin 60 Tonnen Früchte, wäre beinahe auf dem Müll gelandet. Doch dann geschah ein kleines Wunder.


Pflaumen sind ein Naturprodukt – und keine genormte Ware / Foto: Yvonne Salmen

Es entstand ein wahrer digitaler Hype um die Mini-Pflaumen

Kees Hamelink dachte bereits, seine gesamte Pflaumenernte sei sprichwörtlich für die Katz gewesen, als das Blatt sich doch noch wendete. Seine Schwester gab der Tageszeitung »de Volkskrant« ein Interview und äußerte sich zu dem Problem, außerdem schaltete sie gemeinsam mit einem Chutney-Fabrikanten einen Facebook-Aufruf mit dem Titel: »Rettet die Pflaumen!«. Eigentliche wollte sie damit neue Großabnehmer erreichen, denen die 3 mm nichts ausmachen, doch es kam ganz anders. Ihr Post wurde viele tausend Male geteilt, es entstand ein echter digitaler Hype. Zahlreiche Menschen bekundeten ihre Solidarität und sprachen dem Bauern Mut zu, darum entschloss sich Hamelink, einen Sonderverkauf in Wemeldinge zu starten.

»Die Pflaumen sind gerettet!«

Und es klappte: Die Menschen standen regelrecht Schlange, um die kleinen Pflaumen zu einem Preis von 2,50 Euro je Kilo zu erstehen. Es gab auch einige Großabnehmer sowie kleinere Firmen darunter, die eine ordentliche Menge der Früchte abnahmen. Nur eine Woche dauerte es, und alle 60 Tonnen waren verkauft! Am 31. Juli kam die erlösende Nachricht auf Facebook: »Die Pflaumen sind gerettet!«.


Aufgrund der Hitzewelle stehen zahlreich europäische Landwirte vor ähnlichen Problemen, Grund genug also, einmal darüber nachzudenken, ob diese elendigen Größennormen für Früchte wirklich Sinn machen. Sie bewirken nur, dass essbare Lebensmittel im Abfall landen, und das ist nichts als eine gigantische große Verschwendung. Vielleicht sollten die Menschen sich verstärkt zusammenfinden und gezielt Mini-Früchte direkt vom Landwirt kaufen, um diesem Unsinn ein Ende zu bereiten!

Quelle: welt.de

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