Die Deutsche Post hat in den letzten Jahren viel experimentiert, um die Zustellung von Briefen und Paketen zu optimieren. Zu den Erfolgsgeschichten in diesem Zusammenhang gehört der Streetscooter. Das mit einem Elektromotor ausgestattete Zustellfahrzeug kommt inzwischen Deutschland weit zum Einsatz und wird auch an andere Firmen verkauft. Andere Experimente scheinen allerdings weniger erfolgreich verlaufen zu sein. So kündigte Post-Chef Frank Appel in einem Interview mit dem Tagesspiegel an, dass in absehbarer Zeit wohl keine Drohnen bei der Zustellung zum Einsatz kommen werden. Entsprechende Tests waren zuvor in den Alpen und an der Meeresküste durchgeführt wurden – konnten das Management aber offenbar nicht überzeugen.


Bild: DHL

Der Postbot folgte dem Zusteller auf Schritt und Tritt

Der Lieferroboter namens Postbot wurde wiederum mit einer Ausnahmegenehmigung im hessischen Bad Hersfeld getestet. Das Aufgabenfeld des Roboters war von Beginn an bewusst beschränkt. Er sollte lediglich 150 Kilogramm an Briefen und Päckchen aufnehmen und dann stets dem menschlichen Briefträger folgen. Technisch umgesetzt wurde dies, indem die Software in die Lage versetzt wurde, die Beine des Zustellers zu identifizieren. Setzten diese sich in Bewegung, folgte auch der Postbot. Über eine eigene autonome Steuerung verfügte das Gerät hingegen nicht. Entwickelt wurde der Postbot, um das Leben der menschlichen Mitarbeiter zu vereinfachen. Denn in mehr als tausend Zustellbezirken müssen diese die Post noch immer zu Fuß austragen.

Die Technik funktionierte einwandfrei

Dies änderte sich auch durch den Post-Roboter nicht. Denn dieser ist nicht in der Lage, selbst Briefe zuzustellen. Er erfasst auch keine Informationen darüber, welche Briefe er aufgeladen bekommt und in welchem Gebiet er gerade im Einsatz ist. Dank des Roboters mussten die Zusteller allerdings die Post nicht mehr in einem recht schweren Karren per Hand vor sich her schieben, sondern konnte diese Aufgabe der Technik überlassen. Nach mehreren Tests ist nun allerdings klar: Der Postbot wird nicht flächendeckend zum Einsatz kommen. Der Grund dafür ist recht simpel: Zwar funktionierte die Technik grundsätzlich genau so wie erwartet, die Anschaffungskosten sind dem Konzern aber zu hoch. Der Einschätzung des Post-Chefs zufolge wird sich dies auch in den nächsten Jahren nicht entscheidend ändern.


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