Deutschland hat aktuell einen enormen Nachholbedarf, was Investitionen in den Transportsektor betrifft. Gerade zu Ferienzeiten kommt es oft zu kilometerlangen Staus. Diese kosten nicht nur die Autofahrer und das Transportgewerbe viel Zeit, sondern verursachen auch erhebliche CO2-Emissionen. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt setzt daher nicht nur auf die Entwicklung selbstfahrender Autos, sondern hat nun auch den neuen Verkehrswegeplan vorgelegt. Darin sind die geplanten Investitionen bis zum Jahr 2030 festgelegt. Demnach plant der Verkehrsminister rund die Hälfte der 270 Milliarden Euro in den Erhalt und den Ausbau des Straßennetzes zu investieren – und die andere Hälfte in den Schienenverkehr und in Wasserwege.


By Rl91 (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), via Wikimedia Commons
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Sanierungsarbeiten dürften zunächst für neue Staus sorgen

Das Geld für den Straßenbau wird dabei nur zum Teil für Neubauprojekte verwendet. Rund 100 Milliarden Euro sollen für Sanierungsarbeiten und den Ausbau bestehender Strecken genutzt werden. Dies dürfte zunächst allerdings für neue Staus sorgen – und erst langfristig für einen besseren Verkehrsfluss und weniger CO2-Emissionen. Als besonders stauanfällig wurden dabei die Millionenstädte Berlin, Hamburg und München sowie die Autobahnen rund um Düsseldorf und Frankfurt am Main identifiziert. Dort soll spätestens ab dem Jahr 2030 der Verkehr dann deutlich flüssiger fließen – so zumindest die Hoffnung des Verkehrsministers. Rund 36 Milliarden Euro sind zudem für komplett neue Fernstraßen vorgesehen – darunter beispielsweise die Verlängerung der Ostseeautobahn A20.

Die Investitionen in den Schienenverkehr wurden verdoppelt

Umweltverbände übten allerdings heftige Kritik an den Plänen und forderten mehr Investitionen in den Schienenverkehr – und verweisen dabei auf den Weltklimavertrag von Paris. Tatsächlich wird auch zukünftig deutlich weniger Geld in die Schiene als in den Straßenverkehr investiert. Gegenüber dem letzten Verkehrswegeplan ist aber immerhin eine deutliche Steigerung zu erkennen: Diesmal steht rund doppelt so viel Geld für den Ausbau des deutschen Schienennetzes zur Verfügung. Allerdings hatten die den Plänen zugrunde liegenden Prognosen auch gezeigt, dass sich das Transportaufkommen auf der Schiene in den nächsten Jahren erheblich erhöhen wird.


Via: Klimaretter

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