Die von der deutschen Bundesregierung im Jahr 2016 eingeführte Kaufprämie für Elektroautos sorgte bei den Managern von Tesla vor allem für Ärger. Denn darin festgeschrieben ist eine Obergrenze von 60.000 Euro pro Fahrzeug. Nur wenn der Kaufpreis unterhalb dieser Summe liegt, wird die Prämie ausgezahlt. Die Intention dahinter ist klar: Die Politik wollte nicht den Eindruck erwecken, extrem reichen Menschen auch noch Geld zu schenken. Es führte aber auch zu der Situation, dass die beliebten Tesla-Modell S und X gar nicht gefördert wurden. Zwischenzeitlich kam es sogar zu juristischen Auseinandersetzungen, weil Tesla und das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle darüber stritten, ob die Autos zum angegebenen Listenpreis überhaupt verkauft wurden.


Foto: Elon Musk

Der Tesla Model 3 ist in der EU zugelassen

Abgesehen davon war die E-Auto-Prämie aber auch alles andere als erfolgreich. Denn die Zahl der Antragsteller blieb weit hinter den Erwartungen zurück. Auch deshalb ist der Fördertopf aktuell noch gut gefüllt. Ausgerechnet das neue Mittelklassemodell von Tesla könnte nun aber die Nachfrage beflügeln. Denn das Fahrzeug erhielt kürzlich die Straßenzulassung in den Niederlanden und kann somit jetzt überall in der Europäischen Union gefahren werden. Die ersten Auslieferungen an Kunden auf dem alten Kontinent sollen nun zeitnah erfolgen. Auch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle meldete sich deshalb nun zu Wort und gab bekannt: Der Tesla Model 3 ist förderfähig. Käufer können damit mit einer Prämie in Höhe von 4.000 Euro rechnen.

Die günstige Basisversion ist noch nicht erhältlich

Die Kosten dafür werden allerdings – wie bei allen anderen Modellen auch – geteilt: 2.000 Euro kommen aus der Staatskasse, 2.000 Euro übernimmt Tesla. In der Basisvariante kostet der Mittelklassewagen nur 35.000 Dollar und liegt damit unterhalb der vorgegebenen Höchstgrenze. Allerdings konzentriert sich Tesla bei der Produktion aktuell auf die teureren „Long Range“- und Performance-Varianten. Auch diese wurden aber in die Liste der förderfähigen Fahrzeuge aufgenommen, sodass die Prämie ausgezahlt werden kann. Es würde nun nicht einer gewissen Ironie entbehren, wenn ausgerechnet das neue Tesla-Modell die Nachfrage nach der staatlichen Kaufprämie kräftig ankurbeln würde. Aktuell ist allerdings noch nicht bekannt, wie viele Model 3 aus Deutschland vorbestellt wurden.


Via: TeslaMag

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