Selbst Hollywood hat sich bereits mit der Gefahr von Weltraumschrott befasst. So wird in dem Film Gravity das Raumschiff von George Clooney und Sandra Bullock durch herumfliegende Trümmerteile zerstört. Ein solches Szenario ist zwar in der Realität unwahrscheinlich, aber je mehr Schrott in der Atmosphäre herumfliegt, desto öfter ist die Internationale Raumstation zu Ausweichmanövern gezwungen. Es wäre also langsam an der Zeit im Weltraum ein wenig aufzuräumen. Ein japanischer Wissenschaftler hat daher nun ein Konzept entwickelt, bei dem die Internationale Raumstation mit einer Laserkanone ausgestattet wird.


Teleskop und Laserkanone arbeiten zusammen

Sich nähernder Weltraumschrott könnte dann einfach abgeschossen werden. Der Laserbeschuss verlangsamt dann den Flug des Weltraumschrottes und sorgt so dafür, dass dieser letztlich in die Erdatmosphäre eindringt und dort verglüht. Entwickelt hat die Idee der Wissenschaftler Toshiki Tajima. Unterstützt werden soll der Laser dabei von einem Teleskop, das normalerweise kosmische Strahlungen aufspürt, in Teilzeit aber auch nach Weltraumschrott Ausschau halten könnte. Bis diese Idee allerdings tatsächlich umgesetzt werden kann, dürfte noch jede Menge Zeit vergehen. „Das Konzept zeigt, dass es möglich ist. Es muss nun veranschaulicht werden. Wir haben noch einen weiten Weg vor uns“, erklärt auch Tajima.


Zunächst gilt es daher, den entwickelten Laser derart heraufzuskalieren, dass er tatsächlich in die Lage versetzt wird, Weltraumschrott über längere Distanzen hinweg abzuschießen. Ist dies gelungen, soll das Gespräch mit den Betreibern der Internationalen Raumstation gesucht werden. Diese müssen der geplanten Laserkanone nicht nur ihre Zustimmung geben, sondern auch den Transport und die Installation vor Ort übernehmen.

Australische Firma plant ebenfalls eine Laserkanone

Ganz neu ist die Idee, Weltraumschrott per Laser abzuschießen allerdings auch nicht. So plant die australische Firma „ElectroOptic Systems“ riesige Laserkanonen auf der Erde zu installieren, die dann im Weltraum aufräumen sollen.

Quelle: Phys

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