FSTAR, ein in Israel entwickelter autonomer Quadrokopter, kann nicht nur fliegen. Bei Bedarf verwandelt er sich in ein rollendes Gefährt. Und wenn er unter einem Hindernis durchschlüpfen muss macht er sich kleiner wie ein Hund. Er kann auch durch Röhren und Tunnel rollen. Der „Flying Sprawl-Tuned Autonomous Robot“, von dem FSTAR das Kürzel ist, hat wie jede Drohne Propeller, zusätzlich aber auch Räder, die seitlich angebracht sind. Sie werden von den gleichen Motoren angetrieben, die die Rotoren auf Touren bringen. Die Propeller sorgen in der Luft und am Boden für Vortrieb. Im Flug verbraucht die Drohne mehr Strom als wenn sie über den Boden rollt. Unter anderem aus diesem Grund haben sich die Forscher der Ben-Gurion University of the Negev entschlossen, einen Zwitter zu entwickeln.


Bild: Ben-Gurion University of the Negev

FSTAR fährt problemlos Aufzug

Wird FSTAR als Gepäckbote eingesetzt kann er seine Sendung bis zur Haustür des Empfängers bringen, selbst wenn dieser in einem oberen Stockwerk wohnt. Das ist der zweite Grund. Die Drohne kann den Aufzug benutzen oder, wenn keiner da ist, die Treppen fliegend passieren.

Der jetzt vorgestellte Prototyp ist noch etwas schwach auf der Brust. Er kann gerade mal eine Last von 400 Gramm transportieren. Für die Auslieferung von Medikamenten würde er also schon reichen. Laut Chefentwickler David Zarrouk sind größere Versionen geplant, die sogar für den Personentransport geeignet sind. Er stellt seine Drohne derzeit auf der Internationalen Konferenz für Robotik und Automation im kanadischen Montreal vor, die bis zum 24. Mai dauert.


Ideales Aufklärungsinstrument

Wegen seiner Zwitterfunktion kann FSTAR auch in unwegsamem Gelände eingesetzt werden. Wenn der Untergrund zu holprig ist erhebt er sich einfach in die Luft. Deshalb hält Zarrouk ihn für ein ideales Aufklärungsinstrument in Katastrophengebieten. Er könne Regionen erkunden, die für andere Roboter unerreichbar sind. Er sei auch einsetzbar in der Landwirtschaft, bei der Wartung von technischem Gerät, als Reinigungskraft, Kameraträger und im Unterhaltungssektor. Selbst bei der Durchsetzung von Gesetzen und in der Terrorabwehr könne er genutzt werden, meint Zarrouk.

via Ben-Gurion University of the Negev

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