Der Winter im kanadischen Quebec ist nicht zu unterschätzen, darum gab es sicher zu manche skeptische Bemerkung, als sich der Bastler Gabriel Parent-Leblanc ein mobiles Tiny House baute, um ganzjährig darin zu wohnen: »In deinem Häuschen wirst du sicher erfrieren!« So oder so ähnlich müssen die kritischen Stimmen geklungen haben. Doch der DIY-Fan ließ sich nicht beirren.


tiny-house-solar-air-heater-habitats-microevolution-2-jpg-650x0_q70_crop-smart
Das Tiny House von Gabriel Parent-Leblanc im klirrend kalten Winter / Foto: Screenshot aus dem Film Exploring Alternatives

Trotz eisigen Winters: stets 17 bis 25 Grad Raumtemperatur

Mit seinem selbstgebauten Häuschen trat Parent-Leblanc schließlich den Beweis an, dass mobiles Wohnen auch auf der kalten Nordhalbkugel problemlos realisierbar ist. Wahrscheinlich hat er aber selbst nicht geahnt, wie günstig das Heizen mit seinem solarbetriebenen Lufterhitzer sein würde, denn die Kraft der Wintersonne wird noch allzu häufig unterschätzt. Die Heizrechnung für eine Familie macht in einem typischen Winter in dieser Region mehrere hundert Dollar pro Monat aus, doch der Tiny-House-Besitzer zahlte nur läppische 100 Dollar für Strom. Die Innenraumtemperaturen hielten sich trotz ungewöhnlich eisiger Temperaturen stets zwischen 17 und 25 Grad Celsius.

Wintersonne besitzt erstaunlich viel Kraft!

Der Solar-Lufterhitzer stammt von der Firma EcoSolaris, das Unternehmen gibt Folgendes über sein Produkt bekannt: »Entgegen der allgemeinen Meinung besitzt die Wintersonne sehr viel Kraft und kann große Mengen Wärme erzeugen. Solar-Lufterhitzer nutzen diese Energie optimal aus, sie können einen Raum bei bis zu 2.000 Watt Leistung mittels Gebläseluft aufheizen. Solche Geräte werden zumeist an der Südseite eines Gebäudes angebracht, sie lassen sich mit einem existierenden Lüftungssystem oder einem Wärmetauscher verknüpfen.«


Gabriel Parent-Leblanc stellt sein Tiny House vor

Inklusive Öko-Toilette und 750-Watt-Solaranlage

Das Häuschen selbst lockt mit einer gemütlichen und äußerst praktischen Einrichtung: Die lange Theke dient sowohl als Arbeitsplatte als auch als Küchenablage, die Sitzlandschaft verwandelt sich in ein großes Gästebett oder in eine Essecke. Natürlich gibt es auch eine Öko-Toilette, eine Dusche und einen Loft zum Schlafen, erreichbar über eine herausziehbare Leiter. Unter der Couch und im Dachbereich ist jede Menge Stauraum versteckt. Die gesamte Elektrik wird durch die 750-Watt-Solaranlage auf dem Dach gespeist, darunter ein normal großer Kühlschrank und das Wasserpumpsystem. Insgesamt also ein rundum gelungenes kleines Kunstwerk, das einfach nur zum Wohlfühlen einlädt!

Quelle: treehugger.com

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.