China kopiert Dorf Hallstatt
China kopiert Dorf Hallstatt

Plagiate von Dörfern und Städten scheinen neuer chinesischer Trend zu werden. Ein Beispiel dafür, ist das österreichische Dorf Hallstatt, dass von der UNESCO als Weltkulturerbe geschützt wird. Dieses romantische Dörfchen soll in der südchinesischen Provinz Guandong, genauer gesagt in der Stadt Boluo in Teilen nachgebaut werden. In Hallstadt selbst sieht man diese Pläne mit gemischten Gefühlen. Sicherlich könnte so ein Vorhaben für den Tourismus als „tolle Werbung“ dienen. Wieder andere Denken, dass durch die Kopie chinesische Touristen davon abgehalten werden könnten, den Ort zu besuchen. Auch der Kirchenvertreter äußert Bedenken, er möchte, dass der Kirchennachbau in China dann zum Ort des Gebetes erklärt wird.


Weitere Trends aus China:

–  Der fliegende Zug Aero Train
–  Der J-20 Tarnkappenbomber
–  Das Roboter-Restaurant


Selbst ein See soll nachgebildet werden

Geplant sind Nachbauten der Gebäude „Hotel zum grünen Baum“, der evangelischen Kirche und des Marktplatzes mit einigen umliegenden Gebäuden. Auch die Dreifaltigkeitssäule soll in einer Kopie im chinesischen Boluo nachgebaut werden. Im Gespräch ist sogar ein Plagiat des Hallstätter Sees im Kleinformat. Ans Tageslicht gekommen sind die Pläne der Chinesen eher durch einen Zufall. Ein österreichischer Wirtschaftsdelegierter erfuhr in Hongkong zufällig von den Plänen für das Dorfplagiat. Es wurde verlautet, Hallstatts Bürgermeister Alexander Scheutz, habe vorsorglich die UNESCO und das Land eingeschaltet.

Europäische Städte beliebt als Plagiate

In China finden sich bereits einige China Plagiate, die Teile europäischer Städte und Gemeinden darstellen. Beispielsweise finden sich in der Nähe von Shanghai Mini-Versionen der Städte Venedig und Barcelona. Die China Plagiate europäischer Städte und Dörfer sollen die obere chinesische Mittelschicht ansprechen. Viele der chinesischen Großstädter suchen diese Plagiate für Kurztrips auf, um dort beispielsweise Hochzeitsfotos zu machen.

Bild: hallstatt.net Quelle: wienerzeitung.at

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

1 Kommentar

  1. Swen Goldpreis

    25. Oktober 2011 at 04:32

    Der Westen steht in China im Kurs, eben auch architektonisch. Selbst in Peking gibt es in der Nähe von Dawanglu (also sehr zentral) einen Häuserblock mit 20 – 30 westlichen Häusern. Das Gebiet steht derzeit allerdings noch leer. Auch das Einkaufszentrum Solana in Peking ist einer europäischen Stadt nachempfunden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.