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CO2 hungrige Algen als Energielieferant und Erdöl-Alternative der Zukunft

Bereits 2009 gaben wir euch mit auf den Weg euch langsam mit Algen und Quallen anzufreunden. Algen werden nicht nur als Nahrungsquelle immer interessanter, sondern nehmen auch als potentielle Energielieferanten an Bedeutung zu. Im Algen Science Center in Jülich wird bereits seit einigen Jahren schon untersucht, wie Algen in Zukunft zur Gewinnung von Energie genutzt werden können. Dabei setzen die Forscher das klimaschädliche CO2 ein, das die Pflanzen für das Wachstum benötigen.

Algen

Algen als Energieautobahnen via Cloud Collective

Algen als nachhaltiger Biokraftstoff der dritten Generation

In Zukunft könnten Algen als nachwachsender Rohstoff der dritten Generation eine Alternative zu dem endlichen Erdöl liefern. Die Forscher versorgen die Algen mit ausreichend CO2 welches wiederum aus einer Pilotanlage des Energiekonzerns RWE POWER AG stammt. Ohnehin gibt es heutzutage mehr CO2 als uns eigentlich lieb ist, somit säubern die Algen auch noch die Luft. Zunächst stammt das Gas für die Forschung jedoch aus der genannten Anlage. Die Mikroorganismen sind in der Lage ziemlich hohe CO2-Konzentrationen zu nutzen. Aus den Algen werden im weiteren Verlauf dann Öle hergestellt. Diese wiederum können dann zur Herstellung von Biotreibstoff verwendet werden. Seit längerer Zeit schon werden Pflanzen wie Soja, Mais und Raps zur Gewinnung von Energie verwendet. Problematisch ist hierbei jedoch, dass bei den genannten Pflanzen lediglich die Frucht verwendet wird, was nicht besonders nachhaltig ist. Es gibt jedoch schon Lösungen, die beispielsweise auch Stroh nutzen um Biokraftstoffe herstellen zu können. Diese fallen unter die Kategorie „Kraftstoffe der zweiten Generation“. Algen werden unter die dritte Kategorie eingestuft und eignen sich besonders gut, da die Pflanzen nicht nur standortunabhängig angebaut werden können, sondern auch in keinster Weise in Konkurrenz zu klassischen Rohstoffen auf Pflanzenbasis stehen, die auch verzehrt werden können. Sehr nachhaltig also.

Im Forschungszentrum Jülich nun mit Hochtouren daran gearbeitet eine kommerzielle Nutzung der Algen als Erdölersatz zu erzielen. Bis dahin ist es jedoch noch ein weiter Weg, schließlich ist der Aufwand im Verhältnis zur Effizienz noch zu groß. Die Zukunft dürfte aber in jedem Fall den Algen gehören. So können die Pflanzen auch schon bald als biologische Lebenserhaltungssysteme im All zum Einsatz kommen.

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