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Dank Zelltransplantation: Ärzte heilen Diabetes Typ-1 Patientin

Dank der modernen Medizin geschehen auch immer wieder kleine Wunder. Ärzten ist in den USA eine kleine Sensation gelungen. Mit der Hilfe einer Zelltransplantation konnte eine Diabetes-Patientin geheilt werden, da der Körper nach der Behandlung wieder selbst Insulin produziert. Die im Bauchfell implantiereten Zellen messen den Blutzuckerspiegel und sind darüber hinaus in der Lage Insulin passend herzustellen und auszuschütten.

Diabetes Behandlung

Neues Mittel fördert die körpereigene Insulinproduktion ohne zusätzliches spritzen

Weltweit erste Frau von Diabetes geheilt

Im Rahmen einer Pressekonferenz haben Ärzte des Diabetes Research Institute (DRI) zusammen mit der behandelten Patientin Wendy Peacock aus Texas von dem erzielten Erfolg berichtet. Knapp 20 Jahre lang musste sich die 43-jährige Frau regelmäßig Insulin spritzen und den Blutzuckerspiegel überwachen. Das gehört nun der Vergangenheit hat. Dank einer Zelltransplantation produziert der Körper wieder das Hormon Insulin, das dafür verantwortlich ist, dass über die Nahrung aufgenommener Zucker nicht im Blut verweilt, sondern in die Zellen gelangt. Bei Patienten die an Diabetes Typ-1 erkranken zerstört das körpereigene Immunsystem die Zellen, die für die Produktion von Insulin verantwortlich sind. In der Folge muss Insulin regelmäßig von außen zugegeben werden um Demenz, Herzinfarkte oder gar Schlaganfälle vorzubeugen.

Bei der angewandten Zelltransplantation handelt es sich um eine neue Behandlungsmethode, die im Rahmen einer Studie am Diabetes-Forschungsinstitut in Miami im August durchgeführt wurde. Dem aktuellen Bericht zufolge handelt es sich bei Wendy Peacock um weltweit die erste Frau, bei der Diabetes geheilt werden konnte. Der Erfolg wurde durch die Transplantation von Zellen herbeigeführt, die in der Lage sind den Blutzuckerspiegel zu messen und Insulin zu produzieren und zuletzt auch auszuschütten. Die Ärzte stuften die Frau mittleren Alters nach der Behandlung als beschwerdefrei ein. Der Körper produziert wieder ordnungsgemäß ausreichend Insulin.

Diabetes-Typ 1 soll in drei bis sieben Jahren geheilt werden können

Trotz des großen Erfolgs, muss Wendy Peacock noch Medikamente einnehmen, die eine Abstoßung der implantierten Zellen verhindern. Nebenwirkungen durch die Medikamente sind jedoch bisher noch nicht eingetreten beziehungsweise bekannt.

Wie die behandelnden Ärzte zeitgleich ankündigten, sollen in den nächsten 12 Monaten 30 weitere Patienten mit dem neuen Verfahren behandelt und von Diabetes Typ-1 geheilt werden. In drei bis sieben Jahren soll ein Großteil der Diabetes Typ-1 Patienten von der Krankheit befreit werden.

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5 Kommentare

  1. Heinz Peter Sauer

    Wann kann man in Deutschland mit solch einer Behandlung rechnen?
    Ich bin seit 5 Jahren Diabetes Typ 1 Patient und 66 Jahre alt.

  2. Das wäre wirklich ein Segen, Diabetes Typ 1 heilen zu können. Unsere Tochter hat bereits seit 8 Jahren
    Diabetes und ist erst 9 Jahre alt. Das ist täglich eine große Herausforderung, da es nicht ihre einzige
    Erkrankung ist.
    Wann es bei uns in Deutschland soweit sein wird, ist natürlich eine gute Frage. Amerika ist im medizinischen Bereich Europa immer Längen voraus.

  3. Zitat: „Trotz des großen Erfolgs, muss Wendy Peacock noch Medikamente einnehmen, die eine Abstoßung der implantierten Zellen verhindern. Nebenwirkungen durch die Medikamente sind jedoch bisher noch nicht eingetreten beziehungsweise bekannt.“

    Eigentlich ist davon auszugehen das es sich hier um Immunsuppressiva handelt. Nebenwirkungen dieser Medikamente sind sehr wohl bekannt und aus diesem Grund wurden bisher auch Inselzellen nur bei Diabetikern transplantiert die auch eine Nierentransplantation benötigten.

    Eine Zeitspanne von 3-7 Jahren anzugeben empfinde ich persönlich schon als Irreführung, denn noch ist gar nicht nachgewiesen wie lange diese transplantierten Zellen diese Aufgabe überhaupt übernehmen oder ob diese nach einer gewissen Zeit wieder absterben.
    Und von einer Heilung würde ich auch erst sprechen wenn mal mindestens 5 Jahre vergangen sind

  4. Ich empfinde die Krankheit als grosse Last,seit 13 Jahren immer Achterbahn wegen einer kleinen Eigenproduktion,die mal kommt,mal nicht kommt.
    Ein Typ 1er hat es nicht leicht.
    Eine Pumpe,damit kam ich nicht zurecht,mit ITC hab ich noch die besten Ergebnisse und kann meinen Langzeitwert um die 8 halten.
    Für mich wäre so eine Möglichkeit schon etwas grosses….weg von der Spritze,und essen was und wann ich will,ohne damit immer wieder in hoch oder UZ zu fallen.
    Ich konnte mich ohne Typ 1 auch gesünder ernähren,da alles gesunde eher viel Kohlenhydrathe hat,leider.

  5. @Sascha
    wieso kannst du dich nicht gesund ernähren?? Wo ist in Gemüse (ausser Stärkehaltigen) viele Kohlehydrathe?? Fett sollte sowieso nicht übermäßig gegessen werden. Auch Nicht-Diabetiker sollten nicht jeden Tag einen Schweinebraten verdrücken…

    Viel Zucker wirst du nur essen wenn du einen Hypo hast. Als Typ 1er hast du jede Möglichkeit alles zu essen. Ich bin glücklich nicht Typ 2 zu haben. Die ganze Zeit auf Diät würde mich unglücklich machen.
    Ich habe Diabetes seit fast 8 Jahren und bin Vegetarier und setzte mich sehr viel mit meinem Essen auseinander. Ich esse sehr viel Gemüse, etwas Obst (klar hier ist Fruchtzucker drin, aber wenn man sich schlau macht, sieht man das man sich eher an Beeren haltet als an Bananen und Trauben), Brot, Käse. Auch Kuchen und Schokolade esse ich gerne. Alles in Massen und mit viel Genuß.

    Ich habe keine Angst vor meinem essen!

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