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Elektromobilität: Straßen laden selbstfahrende Elektroautos, die wiederum als Strom-Lieferanten dienen

Zusammen mit dem Architekturbüro Foster möchte der Autohersteller Nissan eine spannende Zukunftsvision in die Realität holen. Im Zeitalter der voll-vernetzten Städte, sollen sich autonome Elektroautos selbstständig auf smarten Straßen wieder aufladen und zwischenzeitlich auch als Energiespeicher für die Städte fungieren. Eine sehr inspirierende Vision, die jedoch auch mit horrenden Kosten verbunden sein dürfte.

Elektroautos

Vernetzung ist der Schlüssel

An mit Solarzellen bestückten Straßen, die große Mengen Energie erzeugen sollen, wird bereits gearbeitet. Ein logischer weiterer Schritt wäre es dann Elektroautos mit dem durch die Straßen gewonnene Strom zu versorgen. Nissan wagt den Blick in die Zukunft und kann sich gut vorstellen, dass Elektroautos eines Tages dann geladen werden, wenn diese nicht benötigt werden, vorwiegend also nachts. Die passende Designstudie wurde jüngst im Rahmen des Genfer Autosalon veröffentlicht. Das unten eingebettete Video zeigt eine Zukunft mit voll-vernetzten Städten und lenkt den Fokus dabei auf erneuerbare Energien und selbstfahrende Autos. Ladesäulen sucht man vergebens, vielmehr werden die Autos in Parkbuchten kabellos via Induktionsfeld geladen. Die Autos fahren selbst und machen auch Platz, sobald die Batterie voll ist. So können die Ladebuchten stets optimal ausgelastet werden. Die Vision von Nissan und dem Londoner Architekturbüro Foster + Partners geht allerdings weit über das selbständige kabellose Aufladen autonomer Autos über Nacht hinaus. Insgesamt sollen die emissionsfreien Autos, Straßen, Wohnräume und das Stromnetz mit einander vernetzt werden. Somit können die Fahrzeuge auch als mobile Energiespeicher für Wind,-Sonnen,-und Wasserstrom dienen und Arbeitsplätze, Wohnungen sowie öffentliche Einrichtungen mit grünem Strom versorgen.

„Wir sind bereits seit 2010 Vorreiter bei der Null-Emissions-Technologie, doch unsere Vision geht noch einen Schritt weiter. Wir glauben, dass die Zukunft der Mobilität auf die richtige Infrastruktur und Umgebung angewiesen ist. Wir suchen nach realen, praktikablen Lösungen.“, so der Europa-Chef von Nissan Paul Willcox in der aktuellen Pressemitteilung. Das neue Konzept sorgt für Platz und ermöglicht da wo heute noch Tankstellen stehen in Zukunft neuen Wohnraum zu schaffen.

„Die Integration von Null-Emissions-Technologien im Alltag schafft intelligente und nachhaltigere Städte. Dieses Konzept muss jedoch über das reine Fahrzeug hinausgehen, es muss den Kern all unserer Aktivitäten bilden.“, so David Nelson, Designchef bei Foster + Partners. In diesem Kontext steht dann nur noch die Frage aus, wer für die Kosten der Induktionsschleifen aufkommt? Als Optionen stünden da unter anderem der Steuerzahler, der Staat, die Autohersteller oder die Stromproduzenten zur Auswahl.

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