Die Verschwendung von Nahrungsmitteln ist weltweit vor allem in Industrieländern ein Problem. Während in ärmeren Ländern die Menschen Hunger leiden, werfen wir im Westen Unmengen an Nahrungsmitteln weg. Nachhaltiger Umgang mit Nahrung ist deshalb immens wichtig. Und am besten klappt das in Frankreich – das ist zumindest das Ergebnis des aktuellen Food Sustainability Index.


Äpfel
Foto: Wall_Food_10074, Michael Stern, Flickr, CC BY-SA 2.0

Europa an der Spitze, USA und VAE schneiden schlecht ab

Veröffentlicht wurde der Bericht von der Economist Intelligence Unit. Er beinhaltet die Bewertung von 34 Nationen auf Basis des Umfangs der Nahrungsverschwendung, umweltfreundlicher Landwirtschaft und Qualität der Nahrungsversorgung. Auf Platz eins dieser Liste landete Frankreich, gefolgt von Japan, Deutschland, Spanien und Schweden. Und obwohl die USA ein sehr weit entwickeltes Land ist, ist das Land der unbegrenzten Möglichkeiten auf einem schlechten 21. Platz gelandet. Grund hierfür ist der hohe Verzehr von Fetten, Fleisch und Zucker sowie eine schlecht organisierte Landwirtschaft.

Auf dem letzten Platz landeten die Vereinigten Arabischen Emirate. Das sehr reiche Land verschwendet pro Jahr und Person etwa 1000 Kilo Nahrung und hat momentan ein steigendes Problem mit Fettleibigkeit. In der Landwirtschaft führte vor allem das schlechte Wassermanagement zu Abwertungen.


Hunger ist ein weltweites Problem

Nach Angaben von Reuters leiden weltweit etwa 815 Millionen Menschen unter Hunger – das ist mehr als jeder 10. Mensch. Vytenis Andriukaitis, EU-Kommissar für Gesundheit und Nahrungssicherheit, bezeichnete die Verschwendung von Nahrungsmitteln daher als „unethisch und unmoralisch. Die Nahrungsverschwendung produziert auch Unmengen von Treibhausgasen.

Weltweit beträgt die Nahrungsverschwendung etwa 1,4 Milliarden Tonnen pro Jahr. Nach Schätzungen der Weltbank entspricht das etwa einem Viertel bis einem Drittel der weltweit produzierte Nahrungen. Auch in Frankreich wurden vor 2016 7,1 Millionen Tonnen Nahrung pro Jahr weggeworfen. Dann kam es zu verschiedenen gesetzlichen Änderungen – so ist es beispielsweise Supermärkten seit 2016 verboten, Nahrung wegzuwerfen, und Restaurants sind gezwungen, nicht verzehrte Nahrung den Kunden auf Nachfrage mit nach Hause zu geben. Inzwischen verschwendet Frankreich nur noch 1,8 Prozent der Nahrungsproduktion des Landes. Bis 2025 soll dieser Anteil noch halbiert werden.

via Reuters

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