Die Suche nach dem Elixier, das ewiges Leben verspricht, ist vorrangig in der Mythologie angesiedelt. Der Gedanke unsterblich zu sein, klingt im ersten Moment auch sicher ziemlich spannend. Je mehr man über das Thema jedoch nachdenkt, desto weniger Begeisterung bleibt am Ende noch über, denn wer will schon ewig leben? Im Rahmen einer aktuellen Studie haben US-Forscher jüngst jedoch eindrucksvoll herausarbeiten können, dass dem menschlichen Leben keine festen Grenzen gesetzt sind. Basierend auf Erkenntnisse aus der Natur, sind sich die Forscher sicher, dass die Lebenserwartung von Menschen verfünf- oder gar verzehnfacht werden kann.


Einsamkeit im Alter
Die Lebensdauer der Menschen hat US-Forschern zufolge noch lange nicht das Maximum erreicht

„Wenn Evolution unsere Lebensspanne bestimmt, dann können wir sie verändern, indem wir in den Mechanismus eingreifen“

Ein Hauch Unsterblichkeit

Yaneer Bar-Yam ist der Leiter einer neuen Studie, die sich mit dem Thema Lebensdauer der Menschen auseinandersetzte und als PDF zur Verfügung steht. Als Basis für die Kernaussage, dass die Lebensdauer der Menschen noch nicht das Maximum erreicht habe, fungiert ein neues mathematisches Modell. Im Rahmen des Modells untersuchten die Forscher die Alterungs- und Sterbeprozesse von Menschen und Tieren. Um die Lebenserwartungen bei den Menschen deutlich zu steigern, muss den Experten zufolge in den „Mechanismus“ eingegriffen werden. Dabei gilt laut Bar-Yam zunächst festzuhalten:“dass die Raum- und Ressourcen-Begrenzung starken Einfluss auf die Lebensdauer einer Bevölkerung hat. Sind die Bedingungen schlecht, nimmt die Lebensspanne ab“. Erläuterungen anhand von Beispielen und Vergleich mit der Tierwelt festigen die These der Forscher.

Zusammen mit seinem Team führt Bar-Yam an, dass beispielsweise weibliche Oktopoden sterben, wenn diese ihre Eier abgelegt haben. Käme es jedoch zu einer Entfernung einer bestimmten Drüse, würden die Kraken weiter leben. Übertragen auf den Menschen heißt das nicht, dass eine spezielle Drüse entfernt werden muss um die Lebensdauer zu verändern. Vielmehr glauben die Forscher jedoch daran, dass in einen anderen Mechanismus eingegriffen werden könnte um Veränderungen herbeizuführen. „Es gibt keinen Grund, dass die Lebensspanne, wie wir jetzt noch glauben, ein klargesetztes Limit hat“, lautet das Fazit von Bar-Yam. Zu den Mechanismen zählen unter anderem auch Umwelteinflüsse und die Lebensweise. Die Forscher stellten zudem auch fest, dass Krokodile gar nicht altern und sehr unterschiedliche Lebensspannen aufweisen. Daran anknüpfend wurde auch herausgefunden, dass einige Sebastes-Arten nur wenige Jahre alt werden, während andere mehrere hundert Jahre leben.


Die Evolution sorgt für einen Ausgleich

Am Ende ist es allerdings die Evolution, die dafür sorgt, dass es nicht zu einer Überbevölkerung kommt. Es handelt sich hier um ein sehr brisantes Thema, welches im Rahmen der Berichterstattung nur stückweise aufgegriffen werden kann. Konkrete Ansätze wie das Leben verfünf- oder gar verzehnfacht werden kann liefern die Forscher (noch) nicht.

Bar-Yam findet vor allem auf dem Gebiet der in Zellen stattfindenden Vorgänge Anerkennung in Camebridge und wird dort auch als Wissenschaftler geachtet. Dennoch ist die Arbeitsweise von Bar-Yam teilweise auch umstritten. Immer wieder wird dem Forscher vorgeworfen Forschungsgelder in seinem Institut zu verschwenden. Gelder, die dazu beitragen könnten akutere Probleme der Menschheit zu lösen. Bar-Yam ist sich seinen Forschungszielen und Ergebnissen jedoch stets ziemlich sicher. Um das unter Beweis zu stellen, hat der Forscher ein Preisgeld in Höhe von 20.000 US-Dollar für denjenigen ausgesetzt, der seine Thesen widerlegt. Bisher musste das Preisgeld noch nicht gezahlt werden.

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.