Früher oder später muss sich jeder Smartphone-Besitzer mit einem gebrochenen oder gesprungenen Display auseinandersetzen. Egal, wie gut man auf sein geliebtes Gerät aufpasst, irgendwann passiert es. Ein etwas unglücklicher Sturz reicht aus, um das Display mit dem allseits bekannten Spinnennetzmuster zu überziehen. Wissenschaftler der University of Sussex haben jedoch eine Möglichkeit gefunden, Smartphone-Displays nicht nur härter, sondern auch weniger energiehungrig und flexibel zu machen.


Wundermaterial Graphen verbessert Touch-Displays

Das Geheimnis hinter den neuen Displays ist eine Kombination aus Graphen und Silber-Nanodrähten. Normale Smartphone-Displays erhalten ihre Touch-Funktionalität durch eine Schicht Indiumzinnoxid. Diese Schicht ist besonders durchsichtig und weist eine hohe elektrische Leitfähigkeit auf, aber das Material ist relativ selten, teuer und empfindlich. Ab und an wird Silber als Alternative genutzt, was allerdings auch nicht gerade günstig ist.


Das Team aus Sussex fand heraus, dass die benötigte Silbermenge drastisch reduziert werden kann, wenn das Material mit Graphen kombiniert wird. Um den Bildschirm herzustellen, lassen die Forscher eine Schicht Graphen auf der Oberfläche von Wasser schwimmen, greifen sie mit einem Gummistempel auf und pressen sie auf eine Schicht Silber-Nanodrähte. Die Technik klingt kompliziert, kann aber nach Aussage der Forscher gut für die industrielle Fertigung hochskaliert werden.

Günstige flexible Displays könnten die Zukunft der Smartphones sein

„The addition of graphene to the silver nanowire network also increases its ability to conduct electricity by around a factor of ten thousand. This means we can use a fraction of the amount of silver to get the same, or better, performance. As a result screens will be more responsive and use less power“, so Alan Dalton, der das Team leitet.

Durch die Verwendung von Graphen entstehen noch ganz an andere Vorteile als nur die Kosten für die Herstellung der Touch-Displays zu senken. Die entstehende Schicht kann beliebig oft gebogen werden, ohne dass sich die elektrischen Eigenschaften ändern. Eines Tages könnten so komplett flexible Displays entwickelt werden, die extrem genau bei der Verarbeitung von Touch-Signalen sind.

via University of Sussex

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