Durch das Einsetzen von Standard Industrie-Fertigungstechnik ist es Forschern der University of Illinois, der Northwestern University und der Dalian University gelungen eine dehnbare, mit Elektronik und Sensoren ausgestattete künstliche Haut herzustellen. Die hauchdünne Finger Manschette könnte in Chirurgenhandschuhe eingearbeitet werden und so wichtige Informationen an den Arzt weitergeben. Zusätzlich könnte es zum Entfernen von Gewebe und zur Ultraschall-Bildgebung genutzt werden.


Fingermanschetten mit elektronischen Sensoren könnten in Zukunft Chirurgen auf der ganzen Welt während der OP unterstützen

Technologie schon seit den 50er Jahren in Verwendung

Durch elektrotaktile Stimulation können durch den Sensor erfasste Informationen an den Trägers weitergegeben werden. Dies geschieht durch spezielle Vibrationen oder elektrische Impulse. Die Technologie wurde schon in den 1950er Jahren entwickelt und wird nun auf sehr unterschiedlichen Gebieten verwendet. Blinde können beispielsweise durch dieses Gerät mit der Zunge „sehen“. Die überarbeitete Version punktet vor allem mit seiner kleinen Größe und Flexibilität. Es können nicht nur Informationen (zB Körpertemperatur des Patienten) weitergegeben werden, sondern auch kleine Eingriffe vorgenommen werden. So kann die Fingermanschette durch Aktoren auf der Außenseite Hitze-induzierte lokale Ablationen (Gewebe entfernen) machen oder Ultraschallbilder aufnehmen.

Operierende Roboter?

Das Hauptziel der Forscher ist zurzeit die Nutzung der künstlichen Haut an anderen Körperstellen zu testen. Es soll überprüft werden, ob die Haut auch um das menschliche Herz gespannt werden kann, um beispielsweise Herzrythmusstörungen zu erkennen. Zuerst muss allerdings ein Weg der drahtlose Energie- und Datenübertragung durch die Haut geschafft werden. In ganz ferner Zukunft könnte sogar an Operationen durch Roboter gedacht werden, welche durch die künstliche Haut sensibler zugreifen können.


Quelle: gizmag.com

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