Windenergie hat einen entscheidenden Anteil an dem Teil des Strommixes, der aus erneuerbaren Energien kommt. Eine der großen Herausforderungen der Windenergie ist allerdings die Frage, wo Energie herkommen soll, wenn Windstille ist. Eine Variante ist es, Speichertechnologien zu entwickeln, in der überflüssige Windenergie gespeichert werden kann, um dann ins Netz eingespeist zu werden, wenn die Windkraftwerke gerade keine Energie produziert. Die Firma Max Bögl Wind AG aus Sengenthal und das Unternehmen GE Renewable Energy gehen einen anderen, wenn recht ähnlichen Weg: Sie kombinieren Windenergie mit Wasserkraft, um so ein Wasser-Wind-Kraftwerk zu konstruieren, das auch bei Windstille Energie produziert.


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Kombination von Wind- und Wasserkraft

Die Windräder der Kraftwerke werden fast 180 Meter in die Luft ragen und sind laut GE Renewable Energy die höchsten der Welt. An der Basis der Turbinen wird sich ein Wassertank mit etwa 6 Millionen Litern Wasser befinden, die Windfarm selber wird zusätzlich von einem Reservoir umgeben sein, das weitere 34 Millionen Liter Wasser fasst.


Das Wind-Wasserkraftwerk muss sich auf einem Hügel befinden, um zu funktionieren. Mit überschüssiger Energie wird Wasser aus dem Reservoir in die Tanks der Windräder gepumpt, bei Bedarf fließt das Wasser dank der Schwerkraft wieder zurück und kann dabei Energie produzieren. Getestet werden soll das Kraftwerk im Schwäbisch-Fränkischen Wald.

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Pilotprojekt in Deutschland

Cliff Harris von GE Renewable Energy sagte in einem Interview mit GE Reports: „Germans in this area are known as tinkerers and inventors. So the mentality of this technology really fits with the population. It’s a bit risky, and it can’t work everywhere. But the plant will run for several decades, and we expect the benefits will be felt over that time.

Die Windfarm soll 13,5 Megawatt Energie produzieren, der Wasserkraft-Teil wird es auf 16 Megawatt bringen. Das Pilotprojekt soll 4 Windränder umfassen, die 2017 ans Netz angeschlossen werden. 2018 folgt dann die Wasserkraftanlage. Das Projekt wird Deutschland dabei helfen, das ambitionierte Ziel von einem Anteil von 45 Prozent Anteil der erneuerbaren Energien am Strommix zu erreichen.

via Inhabitat.com

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