Elektro-Autos werden die Zukunft der Mobilität bestimmen. Vorausgesetzt, der Strom kommt erneuerbaren Energien, fahren derartige Autos nahezu emissionsfrei. Ein Problem bleibt aber die Zeit, die benötigt wird, um die Batterien wieder aufzuladen – besonders bei Fahrzeugen, die viel im Gebrauch sind, wie etwa Taxis oder Busse. Der Münchner Entwickler hat ein kleines, dreisitziges Elektrotaxi für die Stadt entwickelt, das auf Austauschbatterien setzt. So werden lange Ladezeiten verhindert, die Taxis sind also schnell wieder im Einsatz.


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Bild: ACM

Kleiner City-Flitzer mit Elektroantrieb

Einen Schönheitspreis wird das „CITY eTAXI“ nicht gewinnen. Es ist recht klein und hat ein interessantes Design. Aber auf Schönheit kommt es dem Entwickler auch nicht wirklich an. Vielmehr geht es um den praktischen Nutzen des Leichtfahrzeugs aus Carbon.

Der Wagen ist explizit für den Einsatz als Taxi gedacht, wie schon der Name impliziert. Denkbar wäre auch ein Einsatz im Rahmen einer Carsharing-Flotte. Auf jeden Fall ist der kleine Flitzer explizit für den Einsatz im urbanen Bereich vorgesehen. In dieser Rolle soll der Wagen aus Carbon mit drei Sitzplätzen dazu beitragen, den Ausstoß giftiger Treibstoffgase zu senken.


Entwickelt hat Leibach den Wagen mit Unterstützung des Konsortiums „Adaptive City Mobility“ (ACM). Vorgesehen ist das „CITY eTAXI“ für eine Zukunft, in der die Urbanisierung noch weiter fortgeschritten ist und Autos im Privatbesitz seltener werden.

Erste Tests sollen 2018 stattfinden

Die Zielgruppe für den Wagen sind die sogenannten Millennials, die letzte Generation des vergangenen Jahrtausends. Diese setzt im Gegensatz zu den vorherigen Generationen auf Nutzen, Zweck und sparsamen Verbrauch statt Merkmalen wie Hubraum, PS oder Design des Wagens. Der bevorstehende Wechsel in der Mobilität wird nicht nur durch die Technologie vorangetrieben, sondern auch durch die Nachfrage.

Im Rahmen von ACM haben sich etwa ein Dutzend Firmen organisiert, um die Elektromobilität voranzutreiben. An der Hochschule Aachen sollen bis Mitte 2018 insgesamt acht Elektroautos gebaut werden, die anschließend in München vom Umweltverein Green City getestet werden sollen. Die ersten Serienwagen des CITY eTaxis sollen bereits 2020 auf den Markt kommen – vorerst jedoch vor allem für Megastädte wie Tokio oder Peking. Es gibt bereits Anfragen aus London, Singapur und von den Philippinen.

Austauschbare Akkus gewährleisten durchgängigen Betrieb

Der Wagen ist trotz seiner kleinen Dimensionen ein wahres Raumwunder. Dazu leisten die Unterbringung der Akkus einen entscheidenden Anteil. Diese sind unter dem Fahrzeug angebracht und können durch den Fahrer innerhalb weniger Sekunden ausgetauscht werden. Die Akkus können dann nach Schichtende von einer Ladestation geladen werden.

Die eTaxis sollen am Ende miteinander vernetzt werden, sodass eine optimale Auslastung gewährleistet werden kann. So wird sichergestellt, dass jeder der kleinen Stromer möglichst effizient genutzt wird.

Der Preis wird von der Stückzahl abhängig sein. Bei 50.000 Autos pro Jahr rechnet Leibold mit 10.000 Euro pro Stück plus Akkuleasing. Dabei soll in Asien produziert werden. Einzelne Bauteile und die Software sollen jedoch aus Deutschland kommen.

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